VERSCHWIMMENDE GRENZEN BEI TANZ, THEATER UND MUSIK

Als Aussenspielstätte von Konzert und Theater St.Gallen ist die Lokremise der Raum für innovative Formate. Die Experimentierwerkstatt für Tanz, Schauspiel und Konzerte lässt die Grenzen zwischen Bühne und Publikum verschwimmen. Jede Inszenierung entsteht mit einem individuellen Raumkonzept und lädt zu einem neuen Erleben ein.

Das Theater St.Gallen ist das einzige Dreispartenhaus der Region Ostschweiz. Jährlich besuchen bis zu 170 000 Zuschauerinnen und Zuschauer die rund 480 Veranstaltungen in den Sparten Oper, Schauspiel, Tanz, Musical sowie Kinder- und Jugendtheater.

Tickets und Reservation

071 242 06 06
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Freie Platzwahl

Premiere : CHF 35.-
Reguläre Karten: CHF 30.-
Programm
Talk zu "Der Prozess Pelicot" und "Woyzeck"
Wie kann die Scham die Seiten wechseln? In der Schweiz wird alle zwei Wochen eine Frau von einem Mann getötet. Sexualstrafprozesse wie der Fall um Gisèle Pelicot oder Sexualstraftäter Jeffrey Epstein machen Schlagzeile. Gewalt gegen Frauen scheint an der Tagesordnung zu sein – und sie hat Struktur. Wir fragen uns: Wo beginnt Gewalt an Frauen? Wie wird sie verharmlost? Und was können wir als Gesellschaft dagegen tun? Moderation: Tuǧba Ayaz, Reporterin und Moderatorin Mit: Ahmed Ajil, Kriminologe und Forscher im Bereich politisch-ideologischer Radikalisierungsprozesse und Gewalt Milo Rau, Regisseur von Der Prozess Pelicot Margot Vogelsanger, Opferhilfe SG – AR – AI Mandy Abou Shoak, SP Kantonsrätin ZH, Verantwortliche Bildung Brava
LooT mit Ursula Krechel
Theater und Literaturhaus spannen zusammen. Der Literatur- und der Theaterbetrieb sind zwei verschiedene Welten, die häufig von denselben Texten und Menschen belebt werden. Ursula Krechel, «chronische Spurwechslerin», schreibt Lyrik, Romane, Essays und Theaterstücke. Die mit dem Deutschen Buchpreis und dem Büchner-Preis ausgezeichnete Autorin setzt sich in ihrem Werk intensiv mit Themen wie Exil, politischer Gewalt, sozialen Umbrüchen, Macht, Widerstand und der gesellschaftlichen Rolle von Frauen auseinander. In der 13. Ausgabe von LooT liest Krechel aus ihrem 2025 erschienenen Buch Sehr geehrte Frau Ministerin. Der Roman ist «eine Kulturgeschichte aller Frauen – von einer römischen Kaisermutter zu einer Studienrätin, von einer Verkäuferin in einem kleinen Kräuterimperium zu einer Ministerin. Es ist die Geschichte ihres Widerstands gegen die Gewalt, die ihnen physisch und psychisch zugemutet wird.» Ensemblemitglied Diana Dengler präsentiert in diesem Zusammenhang weitere Texte an der Schnittstelle zwischen Literatur und Inszenierung. Moderation: Anya Schutzbach
Die Holländerinnen
Die Ostschweizerin Dorothee Elmiger hat mit ihrem Roman Die Holländerinnen den Schweizer und den Deutschen Buchpreis gewonnen. Nur ein Jahr nach dem Erscheinen bringt das Schauspiel St.Gallen diese abgründig verschlungene Expedition als musikalisch-atmosphärische Sprachreise auf die Bühne.
Öffentliche Probe: Crescendo
Wie entsteht eine Choreografie und was ist das jeweilige Konzept dahinter? Wir gewähren Einblicke in Tanzproben unserer bevorstehenden Premieren – jeweils inklusive Einführung und Ausklang.
Crescendo
Grenzgänge, das Motto dieser Spielzeit, meint im Tanz weniger den Schock als den Balanceakt: ein Austarieren und Freischaffen von Potenzialen jenseits vertrauter Bereiche. In dieser Premiere in der Lokremise treffen Marioenrico D’Angelo und Charlie Skuy aufeinander – zwei Choreografen mit einer gemeinsamen Neigung zum Surrealen, die sich mutig vorlehnen.
Die Bäume
Die Obstbäume sollen fallen. Dutzende Hochstammbäume stehen auf dem Land der Bauernfamilie. Die Eltern haben sie ihr Leben lang gepflegt, der Sohn will sie loswerden. Er will den Betrieb anders führen, moderner. Und für jeden geschlagenen Baum zahlt der Staat eine Prämie. In der Mitte des letzten Jahrhunderts war die Schweiz ein Obstbaumparadies. Doch dann forderte die Politik einen radikalen Umbruch, dessen Folgen bis heute spürbar sind.
Heartspace #2
Heartspace geht in die zweite Runde. Nach der herzöffnenden ersten Ausgabe kehrt der Abend zurück, der Mitgliedern der Tanzkompanie St.Gallen ermöglicht, selbst choreografisch tätig zu werden. Vielfältige kurze Arbeiten eröffnen einen besonderen Blick auf die Entstehung künstlerischer Handschriften – eigenwillig, unterschiedlich und im Werden begriffen. In dieser Spielzeit erweitert sich Heartspace zu einer Triple Bill: Zwei choreografische Arbeiten aus der Tanzkompanie St.Gallen treffen auf eine Arbeit der diesjährigen NEXT STEPS Künstlerin.