OFFENER RAUM FÜR ZEITGENÖSSISCHE POSITIONEN
Die Kunstzone in der Lokremise ist ein einzigartiger Raum für zeitgenössische Kunstausstellungen in industrieller Atmosphäre. Das Kunstmuseum St.Gallen zeigt hier raumgreifende, prozesshafte und spartenübergreifende Kunst.
Schon gewusst?
Der Eintritt in die Ausstellung ist frei.
Schon gewusst?
Der Eintritt in die Ausstellung ist frei.
Öffnungszeiten
Montag bis Samstag
13:00 – 20:00 Uhr
Sonntag
11:00 – 18:00 Uhr
Von November bis Januar sind jeweils keine Ausstellungen in der Kunstzone der Lokremise.
13:00 – 20:00 Uhr
Sonntag
11:00 – 18:00 Uhr
Von November bis Januar sind jeweils keine Ausstellungen in der Kunstzone der Lokremise.
Führungen
Private Gruppen:
- Dienstag bis Freitag (max. 25 Personen) CHF 180.-
- Samstag und Sonntag (max. 25 Personen) CHF 220.-
- Private Gruppen: Für Führungen ausserhalb der Öffnungszeiten erstellen wir gerne ein individuelles Angebot.
- Auf Anfrage bieten wir Führungen für Schulen an
Programm
Emilija Škarnulytè – Arrow of Time
21. August–8. November 2026
Emilija Škarnulytė verwandelt das Kunstmuseum St.Gallen Lokremise in eine immersive Landschaft aus Film, Licht und skulpturalen Interventionen. Die Ausstellung schafft einen Erfahrungsraum, in dem Wissenschaft, Fiktion und Kunst miteinander verschmelzen – zwischen kosmischer Weite, technologischer Gegenwart und einer Zukunft, die zugleich verheissungsvoll und beunruhigend erscheint.
Die Künstlerin richtet ihren Blick auf Orte, an denen technologische Utopien, politische Geschichte und planetarische Zeitdimensionen aufeinandertreffen. Ein zentraler Bezugspunkt der Ausstellung ist das stillgelegte Kernkraftwerk Ignalina in Litauen, ein «Schwesterkraftwerk» von Tschernobyl, in dem Škarnulytė filmte. Im verlassenen Kontrollraum gleitet eine Python über die Knöpfe und Schalter des Bedienpults – ein Bild von gespenstischer Schönheit, in dem Natur, Technologie und das gebrochene Erbe des Atomzeitalters zusammenfinden.
Das Werk führt in eine Welt, in der der Mensch nicht länger als Zentrum erscheint, sondern als kleiner Teil eines weit grösseren kosmischen und geologischen Systems. Es stellt Fragen nach Radioaktivität, Kontrolle, technologischen Versprechen und den langfristigen Spuren menschlicher Eingriffe in die Erde. Dabei entwirft die Ausstellung keine eindeutige Zukunftsvision. Vielmehr hält sie einen Schwebezustand offen: zwischen Staunen und Angst, Zuversicht und Kontrollverlust, Traum und präziser Diagnose der Gegenwart.
Freier Eintritt während der ganzen Ausstellungsdauer
Bildunterschrift: Emilija Škarnulytė, Arrow of Time, 2026, Kunstmuseum St.Gallen Lokremise, Foto: Stefan Altenburger
Pop-Up Store
21. August–8. November 2026
In der neuen Ausgabe des LOK Pop-up-Stores treffen Kunst, Design und Konsumkultur direkt aufeinander. Die von Andrea Roca* eingeladenen Künstler*innen und Designer*innen bewegen sich bewusst zwischen den Disziplinen und hinterfragen deren Grenzen.
Einige der Künstler*innen arbeiten mit Merchandise, Editionen oder Produkten, Designer*innen wiederum greifen künstlerische Ideen und Strategien auf. Bereits in den 1960er-Jahren versuchten die Fluxus-Künstler*innen, Kunst einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Heute zeigt sich dieser Gedanke in neuer Gestalt: Kunst nutzt die Sprache von Mode, Werbung und Alltagsgegenständen, während gestaltete Objekte des Alltags selbstbewusst als eigenständige Werke auftreten. Die beteiligten Kreativen greifen zudem zentrale Themen der Gegenwart auf, etwa Body- und Identity-Positivity oder die neue Wertschätzung handwerklicher Praktiken. Der Pop-up-Store wird so zum Experimentierfeld. Hier stellen sich Fragen wie: Wer ist Urheber*in eines Werks? Welchen Wert hat es? Wie oft darf oder soll es reproduziert werden? Und wem ist es zugänglich?
Andrea Roca ist Designerin, Vermittlerin und Mitbegründerin verschiedener Projekte an der Schnittstelle von Kreativität und Verkäuflichkeit. Als Geschäftsleiterin des Vereins MAISON SHIFT engagiert sie sich für nachhaltige Schweizer Mode, und zudem betreibt sie ein eigenes Naturkosmetiklabel, The wrong wrong.
Mit dabei sind: Amos Angeles, IKOU TSCHÜSS, ISSU ISSU, Jutta Galizia, MICKRY 3, Vera Mattmann, Talaya Schmid und Julian Zigerli
Pop-Up Store kuratiert von Andrea Roca
21. August bis 8. November 2026
John M Armleder
Spieglein, Spieglein in der LOK: Die Bar von John M Armleder
Rhizostomeae – so lautet der wissenschaftliche Name der Wurzelmundquallen, deren Form die 40 verspiegelten Halbkugeln in der LOK nachempfunden sind und die für unverwechselbare Spiegelungseffekte sorgen. Die Installation des Schweizer Konzeptkünstlers John Armleder (*1948) wurde 2010 im Restaurant installiert, anlässlich der Eröffnung des Kulturzentrums und der ersten Ausstellung in der LOK.
Ganz nach dem Titel der damaligen Ausstellung gilt auch zehn Jahre später: John M Armleder leuchtet ein. Zum Einzug der neuen Gastronomie «Brasserie chez LOK» ergänzte der Künstler sein Werk 2021 um einen weiteren Baustein: eine Spiegel-Bar, die die Gäste im Eingangsbereich empfängt. Armleder greift dabei die seinem Werk innewohnenden Konzepte von Licht und Spiegelung wieder auf.
Die kreisrunde Bar reflektiert nahezu komplett den Raum, teils durch Spiegelblech, teils durch geschliffenen Chromstahl. Darüber schweben, in futuristischer Manier, mehrere Ringe in der Höhe, Richtung Decke der LOK – in warmweissem Neon-Licht erhellen sie den Bar-Bereich. An der Decke hängend setzt Armleder einen Spiegel ein, in dem sowohl die Bar-Gäste als auch die Licht-Ringe reflektiert werden – es entsteht eine scheinbar unendliche Erweiterung der kreisrunden Neon-Röhren gen «Himmel».
Rhizostomeae – so lautet der wissenschaftliche Name der Wurzelmundquallen, deren Form die 40 verspiegelten Halbkugeln in der LOK nachempfunden sind und die für unverwechselbare Spiegelungseffekte sorgen. Die Installation des Schweizer Konzeptkünstlers John Armleder (*1948) wurde 2010 im Restaurant installiert, anlässlich der Eröffnung des Kulturzentrums und der ersten Ausstellung in der LOK.
Ganz nach dem Titel der damaligen Ausstellung gilt auch zehn Jahre später: John M Armleder leuchtet ein. Zum Einzug der neuen Gastronomie «Brasserie chez LOK» ergänzte der Künstler sein Werk 2021 um einen weiteren Baustein: eine Spiegel-Bar, die die Gäste im Eingangsbereich empfängt. Armleder greift dabei die seinem Werk innewohnenden Konzepte von Licht und Spiegelung wieder auf.
Die kreisrunde Bar reflektiert nahezu komplett den Raum, teils durch Spiegelblech, teils durch geschliffenen Chromstahl. Darüber schweben, in futuristischer Manier, mehrere Ringe in der Höhe, Richtung Decke der LOK – in warmweissem Neon-Licht erhellen sie den Bar-Bereich. An der Decke hängend setzt Armleder einen Spiegel ein, in dem sowohl die Bar-Gäste als auch die Licht-Ringe reflektiert werden – es entsteht eine scheinbar unendliche Erweiterung der kreisrunden Neon-Röhren gen «Himmel».
Dialogischer Ausstellungsbesuch
Dialogischer Ausstellungsbesuch: Dienstag, 20. Oktober 2026, 19-20 Uhr, freier Eintritt
Kunstvermittlerin Nina Tschümperlin gibt spannende Einblicke in die Ausstellung Arrow of Time. Emilija Škarnulytė verwandelt das Kunstmuseum St.Gallen Lokremise in eine immersive Landschaft aus Film, Licht und skulpturalen Interventionen. Die Ausstellung schafft einen Erfahrungsraum, in dem Wissenschaft, Fiktion und Kunst miteinander verschmelzen – zwischen kosmischer Weite, technologischer Gegenwart und einer Zukunft, die zugleich verheissungsvoll und beunruhigend erscheint.
Dialogischer Ausstellungsbesuch: Dienstag, 8. September 2026, 19-20 Uhr, freier Eintritt
Kunstvermittlerin Nina Tschümperlin gibt spannende Einblicke in die Ausstellung Arrow of Time. Emilija Škarnulytė verwandelt das Kunstmuseum St.Gallen Lokremise in eine immersive Landschaft aus Film, Licht und skulpturalen Interventionen. Die Ausstellung schafft einen Erfahrungsraum, in dem Wissenschaft, Fiktion und Kunst miteinander verschmelzen – zwischen kosmischer Weite, technologischer Gegenwart und einer Zukunft, die zugleich verheissungsvoll und beunruhigend erscheint.
Dialogischer Ausstellungsbesuch: Dienstag, 8. September 2026, 19-20 Uhr, freier Eintritt