Was haben wir gelacht

Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte des deutschen Unterhaltungsfernsehens der 90er- und frühen 00er-Jahre aus der Perspektive von Frauen. Comedy-Pionierinnen wie Maren Kroymann, Hella von Sinnen und Esther Schweins blicken zurück auf eine Zeit, in der Frauen im Fernsehen vor allem dekoratives Beiwerk waren, als Pointen dienten und Sexismus und Übergriffigkeit an der Tagesordnung waren.

Die deutschsprachige Fernsehunterhaltung wurde über Jahrzehnte von Männern bestimmt: Sendungen wie «Wetten, dass..?», «Die Harald Schmidt Show» oder «TV total», aber auch die Kabarett- und Comedyszene prägten männliche Unterhalter. «Was haben wir gelacht» unternimmt eine Zeitreise zurück zu den Lachern der 1990er- und 2000er-Jahre. Fünf Protagonistinnen, die Fernsehgeschichte geschrieben haben, kommentieren die Ausschnitte aus TV-Sendungen: Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Bettina Böttinger, Gaby Köster und Esther Schweins haben mehr Sichtbarkeit von Frauen im Unterhaltungsfernsehen mit Beharrlichkeit erkämpft. Klug, differenziert und mit sarkastischem Humor blicken sie zurück – als Akteurinnen, aber auch als Betroffene von Sexismus und Frauenfeindlichkeit. Was damals an übergriffigem Verhalten, herablassenden Witzen und hämischen Bemerkungen auf Kosten von Frauen in die Wohnzimmer flimmerte, ist bestürzend. Aber die lohnende Dokumentation geht über diese TV-Bilder hinaus, weil die fünf Frauen ausloten, wie Rollenbilder uns als Gesellschaft geprägt haben. Dabei wird deutlich: Humor hat sehr viel mit Macht und Gleichberechtigung zu tun. «Das ist garantiert nicht lustig – und genau deshalb sollte man diesen Film sehen», meint Susan Vahabzadeh in der Süddeutschen Zeitung.

 

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Mi 04 11 26 / 18:20
Sa 07 11 26 / 17:00
Mo 09 11 26 / 16:45
Fr 13 11 26 / 17:00
Di 17 11 26 / 13:45
Fr 27 11 26 / 19:10
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