Vaterland

1949 reist Thomas Mann mit seiner Tochter Erika aus dem Exil zurück nach Deutschland, wo er in Frankfurt am Main und in Weimar einen Preis entgegennehmen soll. In Paweł Pawlikowskis meisterhaftem, vielschichtigem Roadmovie über Heimat, Identität und eine dysfunktionale Familie brillieren die Ausnahmeschauspieler:innen Sandra Hüller und Hanns Zischler.

1949 begeben sich Literaturnobelpreisträger Thomas Mann und seine Tochter, die Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin Erika, auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern – von Frankfurt in der amerikanischen Besatzungszone bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar. Zum Goethe-Jubiläum wünscht man sich auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze Worte des Trostes, der Zustimmung und der Vergebung vom grössten aller Erzähler. Zwischen euphorischen Wagner-Erben und literarisch versierten Generälen wird Deutschlands wichtigster Schriftsteller hofiert, während das Drama seiner eigenen Familie leise eskaliert, als sich sein Sohn Klaus in Cannes das Leben nimmt. Es ist das erste Mal, dass Thomas Mann in sein Heimatland zurückkehrt, aus dem er 1933 ins Exil geflohen war. Die Reise in die verwundete deutsche Seele wird für Erika und Thomas Mann zu einer Reise ins Innerste. In bestechenden Schwarz-Weiss-Bildern und künstlerischer Verdichtung – tatsächlich begleitete nicht Erika, sondern ihre Mutter Katia Thomas Mann auf dieser Reise und Klaus war schon zwei Monate zuvor gestorben – verwebt Paweł Pawlikowski den Nullpunkt der deutschen Geschichte mit dem Finale einer Familiensaga zu einem überragenden Meisterwerk, das in Cannes mit dem Regiepreis ausgezeichnet wurde. «Ein Film wie ein perfekt geschliffenes Juwel», jubelte nicht nur die New York Times.

 

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Do 08 10 26 / 20:30
Sa 10 10 26 / 19:30
Mo 12 10 26 / 18:45
Fr 16 10 26 / 13:30
So 18 10 26 / 16:00
Di 20 10 26 / 16:15
Fr 23 10 26 / 19:40
Mi 28 10 26 / 15:10
Do 29 10 26 / 14:30
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