Tristan Forever

Der Pariser Arzt Loran Bonnardot will sich auf der abgelegensten bewohnten Insel der Welt niederlassen: der mitten im Atlantik gelegenen Vulkaninsel Tristan da Cunha. Mit grossartigen Bildern erzählt Regisseur Tobias Nölle von den Herausforderungen und Träumen seines Protagonisten, der die Insel seit 30 Jahren kennt, und reist an einen utopisch anmutenden Ort.

Tristan da Cunha ist der abgelegenste bewohnte Ort auf unserem Planeten. Nur 233 Menschen leben auf der 180 Quadratkilometer kleinen, zu Grossbritannien gehörenden Insel im Südatlantik, auf halbem Weg zwischen der Südwestspitze Südafrikas und der brasilianischen Hafenstadt Cabo Frio. Dorthin beträgt die Distanz 3200 Kilometer, zum nächstgelegenen südafrikanischen Hafen sind es «nur» 2800 Kilometer. Als einzige regelmässige Verbindung fährt von dort zehn Mal im Jahr ein Schiff zur Insel, die wegen ihrer gebirgigen, von einem Vulkan gekrönten Topografie über keinen Flugplatz verfügt. Der Pariser Arzt Loran Bonnardot hat Tristan da Cunha seit 1996 regelmässig besucht, die überwältigende Flora und Fauna der Insel erkundet und sich mit einem Fischer angefreundet. Infolge einer persönlichen Krise beschliesst er, endgültig auf die Insel zu ziehen. Er verschifft seinen Hausrat – darunter auch ein Klavier – und erreicht nach sechstägiger Reise durch die stürmische See sein neues Zuhause. Doch es ist kein leichtes Unterfangen, von den Einheimischen als Dauergast akzeptiert zu werden. Gekonnt pendelt Tobias Nölles’ hybrides Werk zwischen Realität und Fiktion, zeigt das verlockend entrückte Leben auf einem Aussenposten der Zivilisation – und erinnert doch daran, dass man inneren Schmerzen auch an abgelegensten Orten nicht entkommen kann.

 

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Fr 18 09 26 / 18:45
Mo 21 09 26 / 18:40
So 27 09 26 / 17:50
Reservation