Ausgehend von der Aussage der Regisseurin Kira Muratova, dass Frauen härtere Filme machen als Männer, sprechen verschiedene Regisseurinnen über intime Themen wie Sex, Lust, Gewalt, Rache, Trauma und Mutterschaft, aber auch über Widerstand und Utopien. Die spannende Analyse des Female Gaze ist «einer der grossen Filme 2025» (unseenfilms).
Angeregt durch die überraschende Feststellung der sowjetischen Regisseurin Kira Muratowa (1934–2018), dass Frauen härtere Filme drehen als Männer, befragt Isa Willinger Regieikonen wie Catherine Breillat, Virginie Despentes, Monika Treut, Céline Sciamma und die kürzlich verstorbene Valie Export zu Macht, Freiheit, Geschlecht und dem Female Gaze. Ungeschönt und offen erzählen die charismatischen Vordenkerinnen und Newcomerinnen von Wut, Gewalt und dem Überlebenswillen ihrer Figuren, für die sie eindrucksvolle Bilder finden. So etwa Apolline Traoré aus Burkina Faso, deren Protagonistin in «Sida» mit einem Baby auf dem Rücken und einem Maschinengewehr in der Hand gegen islamistischen Terror kämpft. Die Befragten erzählen von ihrem Durchsetzungskampf in der patriarchalen Filmwelt, von Herabsetzung und Ausschluss, sexueller Gewalt, Rache und Lust – und nicht zuletzt von der Empörung, die ihre bahn- und tabubrechenden Werke hervorgerufen haben. Die Kritik ist begeistert: «Ein Blick auf das Kino in einer Art, über die man bisher nie nachgedacht hat. Einer der grossen Filme 2025», schwärmt Steve Kopian auf Unseen Films. Der «intelligente, ausgesprochen aktuelle und dringliche Dokumentarfilm» (Cinema Austriaca) ist ein Streifzug ins Herz des feministischen Filmschaffens: provokant, ehrlich, humorvoll – ein grosses Kinoerlebnis.
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