Als der 13-jährigen Alpha auf einer Party ein Tattoo gestochen wird, gerät ihre Mutter (Golshifteh Farahani) in Panik: Ihre Tochter könnte sich mit einem tödlichen Virus infiziert haben … Julia Ducournaus («Titane») neuer Film über Krankheit und Verlust zeigt einmal mehr, dass die Filmemacherin zu den derzeit aussergewöhnlichsten Regietalenten zählt.
Le Havre, Anfang der 1990er-Jahre. Der 13-jährigen Alpha wird auf einer Party ein grosses A in den Arm gestochen, als sie volltrunken ist. Als ihre als Ärztin arbeitende Mutter das Tattoo entdeckt, ist sie schockiert. Sie befürchtet, dass sich ihre Tochter mit einem tödlichen Virus angesteckt haben könnte. Seit einigen Jahren grassiert eine mysteriöse Epidemie, die die Infizierten buchstäblich versteinern lässt. Während Mutter und Tochter sorgenvoll auf die Ergebnisse von Alphas Bluttest warten, taucht der drogensüchtige Onkel Amin bei ihnen auf … Die Französin Julia Ducournau zählt zu den aussergewöhnlichsten Stimmen des europäischen Kinos. Mit ihrem wilden Body-Horror «Titane» sorgte sie vor fünf Jahren in Cannes für Aufsehen und wurde dafür als erst zweite Regisseurin mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. Ihr neues Werk, intensives und intimes Körperkino über die existenzielle Transformation eines Teenagers, erzählt in ruhigem, melancholischem Ton von gesellschaftlicher Ausgrenzung und der Zerreissprobe einer Familie. Das bildmächtige Drama wird von den hervorragenden Darsteller:innen Mélissa Boros, Golshifteh Farahani und Tahar Rahim getragen. Thomas Willmann schreibt auf artechock: «‹Alpha› ist ein letztlich erlösender Film über Trauer und Trost, der getragen ist von Ducournaus tiefer Akzeptanz des vermeintlich Monströsen.»
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