Als der Wiener Bluesmusiker und Elvis-Sammler Al Cook seine Wohnung räumen muss, in der er jahrzehntelang gelebt hat, wagt er einen radikalen Neuanfang. Tizza Covi und Rainer Frimmel setzen dem legendären Gitarristen mit feinem Humor und viel Musik ein so lakonisches wie warmherziges Denkmal, das von Lebensträumen, Einsamkeit und ungebrochenen Leidenschaften erzählt.
Der Bluesmusiker Alois Koch alias Al Cook ist der letzte Bewohner eines zum Abriss verurteilten Wiener Mietshauses. Seine Wohnung und sein Kellerstudio sind voll mit Büchern, Videokassetten und Schallplatten. Es sind Erinnerungen an sein Leben als Musiker und an seine verstorbene Frau, deren Verlust ihn noch immer schmerzt. Die skrupellose Immobilienfirma stellt ihm ein allerletztes Ultimatum, das Haus, in dem er geboren wurde, zu verlassen. Während Al Cook gezwungen ist, sich von den Schätzen seines Lebens zu trennen, denkt er darüber nach, sich noch einen grossen Traum zu erfüllen. Das Wiener Regieduo Tizza Covi und Rainer Frimmel hat eine eigene Form des semidokumentarischen Spielfilms zur Meisterschaft entwickelt, bei der sie eine reale Figur und deren Leben in inszenierten Szenen so verdichten, dass eine fiktionalisierte, aber authentische Wirklichkeit entsteht. Kamil Moll bezeichnet den Film auf Filmstarts als «Wiener Antwort auf Aki Kaurismäki» und schreibt: «Ein melancholischer, zutiefst berührender Abgesang auf ein Künstlerleben zwischen Trotz und Zärtlichkeit: Mit der Dokufiktion ‹The Loneliest Man in Town› setzen Tizza Covi und Rainer Frimmel dem legendären Wiener Blues-Urgestein Al Cook ein ebenso lakonisches wie warmherziges Denkmal.»
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