Das italienische Dörfchen Tatti erfährt eine Wiederbelebung, als Regisseur Ruedi Gerber sich dort niederlässt und Freundschaft mit den Brüdern Verniani schliesst. Gemeinsam beginnen sie seltene Rebsorten anzubauen sowie Gebäude zu restaurieren und schaffen so ein neues Lebensgefühl. Ein berührender Film über ländlichen Strukturwandel, persönliche Veränderung und die Kraft der Gemeinschaft.
Tatti, ein idyllisches Dorf in den Hügeln der toskanischen Maremma, hatte einst 1100 Einwohner:innen, zahlreiche Läden und Bars, sogar ein Theater und ein Kino, wie ein alter Bewohner erzählt. Heute leben dort noch 250 Menschen, es gibt zwei Restaurants und einen Laden. Das klingt nach wenig, doch Jahrzehnte zuvor schien Tatti beinahe am Ende: Die überwiegend alten Bewohner:innen hatten keine Kraft mehr, ihre zerfallende Welt zu erhalten. Doch dann begannen junge Aussteiger:innen aus der Stadt und Ausländer:innen, sich hier anzusiedeln. Einer von ihnen ist Regisseur Ruedi Gerber. Er kaufte vor einigen Jahrzehnten den Sequerciani-Hof, ein grosses, baufälliges Gehöft, das er renovierte. Das dazugehörige Land liess er anfänglich verwildern, doch bald fand er dies den Einheimischen gegenüber unangemessen. Zusammen mit seinen Nachbarn, den Zwillingen Marco und Massimo Verniani, die hier schon immer Landwirtschaft betrieben, fing er an, seltene Rebsorten anzubauen. Allmählich blühte Tatti wieder auf. «Dass unser Dorf noch am Leben ist, haben wir den Jungen zu verdanken, die hierhergekommen sind», bringt es eine alteingesessene Frau auf den Punkt in einem Film, der in Schönheit schwelgt und dabei nicht nur einfaches Landleben, sondern auch Zukunftsperspektiven feiert.
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