Rose

Im 17. Jahrhundert erscheint ein Soldat in einem Dorf und behauptet, der Erbe eines verwaisten Gutshofs zu sein. In Wahrheit ist der Soldat eine Frau – Rose. Sie heiratet Suzanna, die Tochter eines Grossgrundbesitzers, doch das Gemunkel im Dorf nimmt langsam zu … Beeindruckendes Historiendrama mit Sandra Hüller, die für ihre starke Interpretation den Silbernen Bären erhielt.

In den Wirren des Dreissigjährigen Krieges taucht ein mysteriöser Soldat in einem abgelegenen deutschen Dorf auf. Im Gepäck hat er eine Besitzurkunde, die ihn als Erben eines Bauernhofs am Dorfrand ausweist. In Wirklichkeit aber hat der Fremde das Dokument einem toten Kameraden abgenommen. Und er ist Rose – eine Frau. Anfänglich funktioniert die Täuschung gut. Der vermeintliche Soldat schafft sich Respekt bei der Gemeinde und ehelicht Suzanna, die Tochter eines Grossbauern. Dennoch verstummen im Dorf die Gerüchte nicht und die Schlinge um Roses Hals wird immer enger … Basierend auf historischen Recherchen über Frauen, die sich in einem subversiven Akt des Aufbegehrens gegen das Patriarchat eine männliche Identität aneigneten, entwirft der österreichische Regisseur Markus Schleinzer die Geschichte einer «Weibs-Person», die sich mit ihren gesellschaftlichen Beschränkungen nicht abfinden wollte und sich eine eigene Biografie erfand. In der Hauptrolle brilliert eine grossartige Sandra Hüller, die dafür auf der diesjährigen Berlinale mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde. Joachim Kurz schwärmt auf Kino-Zeit: «Schleinzer erzählt diese Geschichte über geschlechtliche Machtverhältnisse im Stil eines Schelmenromans, zwischen Tragik und Komik, und in erlesenen Schwarz-Weiss-Bildern so zwingend, dass man sich ihrem Sog kaum entziehen kann.»

 

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Do 07 05 26 / 18:30
Sa 09 05 26 / 19:15
Mo 11 05 26 / 20:30
Mi 13 05 26 / 16:20
So 17 05 26 / 16:00
Di 19 05 26 / 14:00
Mo 25 05 26 / 13:30
Fr 29 05 26 / 21:15
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