Der arbeitslose Plüss erfährt, dass er ausgesteuert wird. Ausgestattet mit einem Gedichtband von Robert Walser und seiner geliebten Kamera zieht er durch Biel – begleitet von einem einstigen Arbeitskollegen, der sich vor Jahren im Bieler See das Leben nahm. Ein hinreissender Max Rüdlinger brilliert im preisgekrönten Drama nach einer Erzählung des Bieler Autors Jörg Steiner.
Der arbeitslose Max Plüss erfährt auf dem Arbeitsamt, dass er «ausgesteuert» ist – was ihn überrascht, aber trotz Kälte und Hochnebel nicht weiter zu deprimieren vermag. Als stiller Beobachter setzt er seine Streifzüge durch das winterliche Biel fort, immer mit dabei: seine geliebte Minox und Gedichte von Robert Walser. Ungefragt taucht immer wieder Plüss’ einstiger Arbeitskollege aus seinem Unterbewusstsein auf – eine Art Alter Ego – und mischt sich in sein Leben ein. Dieser hatte die Arbeitslosigkeit nicht ertragen und sich im See ertränkt. Die Stadt Biel ist der Mikrokosmos des Spielfilmdebüts von Martin Albisetti, der dort lebt und arbeitet und die Stadt mit seiner Kamera in poetischen Schwarz-Weiss-Bildern eingefangen hat. Die Geschichte folgt lose der Erzählung Der Kollege des Bieler Schriftstellers Jörg Steiner. Der charismatische Max Rüdlinger, bekannt durch seine langjährige und oft turbulente Zusammenarbeit mit Clemens Klopfenstein («E nachtlang Füürland», «Das Schweigen der Männer»), ist endlich wieder einmal in einer Hauptrolle zu sehen. Die Filmmusik stammt vom jungen, bereits mehrfach ausgezeichneten Schweizer Komponisten Raphael Sommer. «Plüss» gewann 2025 am Internationalen Film Festival von Monaco die sechs Hauptpreise.
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