Ein junges Paar strandet in einem Hotel in Ostende, wo es auf die Gräfin Báthory und ihre Assistentin Ilona trifft … Mit seinem opulenten Dekor, den dramatischen Farben, den exquisiten Kostümen, der richtigen Portion Camp sowie der Aura der unvergleichlichen Delphine Seyrig geniesst der queere Vampirfilm des belgischen Regisseurs Harry Kümel noch heute Kultstatus.
Das frisch verheiratete Paar Valerie und Stefan strandet in einem Luxushotel in Ostende, nachdem es die Fähre nach England verpasst hat, wo Stefans Mutter wohnt. Die Feriensaison ist vorbei, und so sind sie vorerst die einzigen Gäste, bis am Abend die geheimnisvolle Gräfin Báthory mit ihrer Sekretärin Ilona eintrifft. Die Gräfin, über die der Hotelportier Merkwürdiges zu berichten weiss, umgarnt das junge Paar, wobei sie vor allem an Valerie interessiert ist. Aber auch Stefan, der insgeheim sadistische Neigungen hegt und sich von den mysteriösen Morden an jungen Frauen im nahegelegenen Brügge seltsam fasziniert zeigt, gerät in den Bann der Gräfin … Mit seinem opulenten Dekor, den dramatischen Farben, den exquisiten Kostümen, der richtigen Portion Camp sowie der Aura der unvergleichlichen Delphine Seyrig geniesst der queere Vampirfilm des belgischen Regisseurs Harry Kümel auch heute noch Kultstatus. Rafael Wolf schreibt für RTS: «‹Les Lèvres rouges› vereint Eros und Thanatos. Ein Meisterwerk, das sexuelle, ästhetische und künstlerische Grenzen sprengt. Die Klischees des Vampirfilms – abgesehen vom tödlichen Tageslicht – werden sofort beiseite gefegt zugunsten einer zeitlosen, surrealistischen Atmosphäre. (…) Hinter der unsterblichen Gräfin erahnt man ein Porträt der Filmstars, die – wie Vampire – dem Tod trotzen, dank der Bilder, die sie verewigt haben.»
...