Die iranische Geisterstadt Bad City ist ein Ort der Einsamkeit und des Todes, in der ein weiblicher Vampir auf einem Skateboard sein Unwesen treibt. Rauschhafte Musik verleiht der verwegenen Romanze mit einem Engel der Nacht den Reiz purer Low-Budget-Kunst – ein einzigartiger iranisch-amerikanischer Kultfilm.
Der Debütfilm der iranisch-amerikanischen Regisseurin Ana Lily Amirpour ist in jeder Beziehung ein erstaunliches Werk: eine Vampir-Romanze, inszeniert als wunderbar surrealistischer Genremix, unterlegt mit einem hypnotisierenden Soundtrack, der an Jim Jarmuschs «Only Lovers Left Alive» erinnert. Schauplatz ist Bad City, eine Art geisterhafte Zwischenwelt, die von allerlei lichtscheuen Gestalten bevölkert wird, darunter ein Knabe mit Rollbrett und eine Katze. Der junge, attraktive Arash muss seinen geliebten Ford Thunderbird an den Dealer Saeed abtreten, um die Drogenschulden seines Vaters zu begleichen. Auf dem Heimweg von einer Party, kostümiert als Graf Dracula, begegnet er im Morgengrauen einer rätselhaften jungen Frau im Tschador. Er ahnt nicht, dass er einer echten Vampirin gegenübersteht – in einer der schönsten Szenen dieses faszinierenden Films. Es ist der Beginn einer zarten Liebesgeschichte … Das Festival International du Film de Fribourg schreibt: «In magischen Schwarz-Weiss-Bildern und mit einem vibrierenden Soundtrack gelingt Amirpour ein doppelbödiges und sinnliches Traumspiel voll visueller Kraft und abgründiger Provokationslust. (…) Der Vampirismus schafft eine tiefgründige Metapher für den Iran.»
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