Eine betörende Reise durch das Familienuniversum des Giganten des frühen Kinos G. W. Pabst aus Sicht der Frau, die ein Leben lang an seiner Seite stand: die Schauspielerin Trude Pabst. Die beiden verbindet eine aussergewöhnliche Liebe, doch der innovative Regisseur ist privat ein Patriarch, der über den Lebensweg seiner Frau bestimmen will.
Georg Wilhelm Pabst zählt zu den wichtigsten Regisseuren des deutschsprachigen Kinos der 1920er- und 1930er-Jahre. Während sich Daniel Kehlmann in seinem gefeierten Roman Lichtspiel mit Pabsts Rolle in der NS-Zeit auseinandergesetzt hat, rückt Angela Christliebs virtuoser Dokumentarfilm familiäre Aspekte in den Vordergrund. Mithilfe von Filmausschnitten, Archivmaterial sowie unveröffentlichten Briefen und den Tagebüchern von Trude Pabst entwirft «Pandoras Vermächtnis» das spannende Porträt einer ebenso komplizierten wie innigen Ehe. Sichtbar wird, wie eng das schwierige Familienleben und die Filmkunst einander beeinflussten. Im Zentrum stehen die Enkelkinder Marion Jaros, Schmetterlingszüchterin und Umweltaktivistin, Daniel Pabst, Kunstsammler und Komponist, sowie der Dinosaurierforscher Ben Pabst. Valerie Dirk schreibt im Standard: «‹Pandoras Vermächtnis› erzählt auf eine kinematografisch und psychologisch fesselnde Art und Weise von einer Familie, die vom Talent ihres Grossvaters fasziniert, von seinem egozentrischen Wesen jedoch abgestossen ist. (…) Die Enkelgeneration ergreift die Chance, Pandoras Box wieder zu schliessen: wird man doch Zeuge von drei Menschen, die liebevoll, neugierig und reflektiert von der faszinierenden Film- und Familiengeschichte ihrer Grosseltern erzählen.»
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