Als sich die Dörfer im Mandatsgebiet gegen die britische Kolonialherrschaft auflehnen, versuchen Yusuf und Afra dagegenzuhalten, während Khalid in die Revolte hineingezogen wird. In ihrem bildgewaltigen Historiendrama über den arabischen Aufstand von 1936 verwebt die palästinensische Filmemacherin Annemarie Jacir gesellschaftliche und persönliche Umbrüche.
1936 steht Palästina kurz vor einer Revolution. Wütend über die gewaltsame Unterdrückung durch die britische Kolonialherrschaft und den Zustrom zionistischer Siedler:innen, die unter britischer Schirmherrschaft Land in ihren Besitz bringen und die Kontrolle über den Arbeitsmarkt übernehmen, fühlen sich grosse Teile der einheimischen Bevölkerung zum Widerstand gezwungen. In Jerusalem setzt sich der junge Yusuf für sein Dorf ein, in dem das Leben unter den britischen Umstrukturierungsmassnahmen unerträglich geworden ist. Er arbeitet als Chauffeur bei einem intellektuellen Paar – der radikalen Journalistin Khouloud, die ihre Texte nur unter einem männlichen Pseudonym veröffentlichen kann, und ihrem Mann, dem Verleger Amir, der vor allem seinen gesellschaftlichen Status bewahren möchte. Während die britische Verwaltung, die eigentlich vermitteln soll, sich im Zweifel stets auf die Seite der Siedler:innen stellt, wächst die Wut der palästinensischen Bevölkerung und entlädt sich schliesslich in einem landesweiten Generalstreik, der als Beginn des arabischen Aufstands in Palästina gilt. Mit einem internationalen Cast und palästinensischen Stars wie Hiam Abbass oder Saleh Bakri gelingt der palästinensischen Regisseurin Annemarie Jacir ein bewegendes Historiendrama, das die Ursprünge der Nakba und die kolonialen Wurzeln des heutigen Palästinas nachzeichnet.
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