Open Air in der Lokremise: Vom kleinen Glück: Soul Kitchen

Kneipenbesitzer Zinos hat einen Bandscheibenvorfall, seine Freundin zieht nach Shanghai und der neue Koch vergrault mit seinen exzentrischen Menüs die Stammgäste. Als «Dirty Heimatfilm» bezeichnete Fatih Akin seine erste Komödie, die zum Kultfilm avancierte und den Grossstadtkiez als familiäres Dorf feiert. Ein rasantes Feelgood-Movie um Kneipen, Ersatzfamilien und die Liebe.

Der Deutschgrieche Zinos betreibt in Hamburg das «Soul Kitchen», eine mässig laufende Kneipe, deren Speisekarte grösstenteils aus Tiefkühlkost besteht. In letzter Zeit scheint er vom Pech verfolgt: Das Finanzamt hat ihn auf dem Kieker, seine Freundin zieht für einen neuen Job nach Shanghai und dann erleidet er auch noch einen Bandscheibenvorfall. In seiner Not stellt er den exzentrischen Sternekoch Shayn ein, der das «Soul Kitchen» auf Spitzenküche umstellt und damit auch noch die letzten Stammkund:innen vergrault. Als wäre das nicht genug, steht plötzlich sein frisch aus dem Knast entlassener Bruder Illias vor der Tür und ein Immobilienhai, der es auf sein Lokal abgesehen hat, droht ihm, den Laden zu ruinieren. Zinos kann froh sein, dass Kellner Lutz nebenher mit seiner Band für Live-Musik sorgt … Als «Dirty Heimatfilm» bezeichnete Fatih Akin seine erste Komödie, die zum Kultfilm avancierte und den Grossstadtkiez als familiäres Dorf feiert. Nicht nur der Filmdienst lobte: «Das alles verknotet Akin zu einem fulminanten, oft delirierenden ‹Bauch-Kino›, sinnlich und sentimental, mal lärmig und schräg, dann wieder leise und poetisch – und doch immer wieder einfach nur schön. (…) Mit Verve und Gespür für Musik und – mitunter derbe – Situationskomik rundet sich ‹Soul Kitchen› zur stimmig-stimmungsvollen Feier menschlichen Zusammenhalts.»

 

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Do 23 07 26 / 21:45
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