Open Air in der Lokremise: Vom kleinen Glück: Perfect Days

Hirayama arbeitet als Toilettenreiniger in Tokio. Er lebt ein einfaches, klar strukturiertes Leben und liebt Musik, Bücher und Bäume, die er gerne fotografiert. Durch den Besuch seiner Nichte wird er mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Wim Wenders ist eine bewegende und poetische Reflexion über die Schönheiten des Alltags gelungen – ein beglückender Film.

Hirayama arbeitet als Toilettenreiniger in einem gehobenen Viertel von Tokio. Nach dem Aufstehen schlüpft er in einen blauen Overall, setzt sich in seinen Lieferwagen und fährt zu seinem ersten Einsatzort, einem schmucken, an einen Tempel erinnerndes Toilettenhäuschen. Seine Arbeit verrichtet er mit hingebungsvoller Präzision, die Mittagspausen verbringt er in einen Park, wo er seiner Passion nachgeht: Er fotografiert Baumkronen. Zurück im Auto hört er auf einem Kassettenrekorder alte Rocksongs von Patti Smith, The Kinks und Lou Reed. Eines Tages steht plötzlich seine Nichte vor ihm, zu der er seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Die Begegnung konfrontiert Hirayama mit seiner Vergangenheit, die er glaubte, hinter sich gelassen zu haben. «Perfect Days» ist ein leiser, perfekt komponierter Film von geradezu überwältigender poetischer Kraft. Kōji Yakusho, der 2023 in Cannes als bester Schauspieler ausgezeichnet wurde, verkörpert den wortkargen Hirayama mit einer ätherischen Präsenz, die nicht von dieser Welt zu sein scheint. Rouven Linnarz schreibt auf Film-Rezensionen: «‹Perfect Days› ist ein stilles Drama um den Wert des Glücks in der heutigen Welt. Wim Wenders gelingt ein unterhaltsamer, oft sehr poetischer Film, der die Frage nach dem richtigen Leben stellt und einen Menschen zeigt, der meint, dies für sich gefunden zu haben.»

 

...
Fr 07 08 26 / 21:45
Reservation