Open Air in der Lokremise: Vom kleinen Glück: Our Little Sister

Drei Schwestern nehmen nach dem Tod des Vaters ihre einsame Halbschwester bei sich auf. Hirokazu Koreedas Meisterwerk feiert «das Kirschblütenglück einer Familie» (Die Zeit), verwandelt Tragisches in Leichtigkeit und Zärtlichkeit und zeigt die Kostbarkeit und den Reichtum geschwisterlicher Zusammengehörigkeit.

Die Schwestern Sachi, Yoshino und Chika sind zwischen 19 und 29 Jahre alt und leben mit ihrer Mutter im alten Haus ihrer Grossmutter. Ihr Vater hat die Familie vor langer Zeit wegen einer anderen Frau verlassen. Als sie eines Tages erfahren, dass er gestorben ist, fahren sie mehr aus Pflichtbewusstsein als aus Trauer zu seiner Beerdigung. Dort lernen sie ihre 13-jährige Halbschwester Suzu kennen und laden sie ein, zu ihnen zu ziehen. Ihre Mutter ist davon anfänglich wenig begeistert … Basierend auf der Manga-Serie Umimachi Diary, erzählt Hirokazu Koreeda einfühlsam und poetisch von brüchigen Familienbanden und «Alltagsritualen, in denen sich die Schönheit und das Glück des Daseins manifestieren» (Filmdienst). Wenke Husmann schrieb in Die Zeit: «Koreeda feiert das Leben, indem er den Augenblick betont. Darin besteht der Zauber seiner Filme. Vergänglichkeit und Tod werden dabei nicht geleugnet. Im Gegenteil, beides wird gezeigt, im Verstreichen der Jahreszeiten, im Wandel des Lichts, im Sterben von Figuren, die uns über den Film ans Herz gewachsen sind. Einmal fährt Suzu auf dem Gepäckträger eines Freundes durch eine Strasse, die ganz überwölbt ist vom strahlend weissen Blühen der Kirschbäume. Die Kamera zeigt uns dazu das Lächeln auf Suzus Gesicht, und man sieht: Glück ist, die Schönheit im Vergänglichen zu erkennen.»

 

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Fr 31 07 26 / 21:45
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