Open Air in der Lokremise: Vom kleinen Glück: Little Miss Sunshine

Die kleine Olive möchte Schönheitskönigin werden. Obwohl ihre Chancen alles andere als gut stehen, setzt ihre Familie alles daran, sie zu unterstützen. Die einfallsreiche Komödie über eine schrullige Sippe wurde anlässlich ihrer Weltpremiere am Sundance Film Festival mit Standing Ovations gefeiert und entzückte in Locarno das Publikum auf der Piazza Grande.

Eine schrecklich nette Familie reist im gelben VW-Bus von Albuquerque ins ferne Los Angeles: Vater Richard ist ein erfolgloser Motivationstrainer auf der Suche nach einem Verleger, Mutter Sheryl hadert mit den Lügen ihrer Mitmenschen, Teenager-Sohn Dwayne möchte zur Air Force und will erst wieder sprechen, wenn er dieses Ziel erreicht hat, Opa Hoover ist eben wegen Heroinkonsums aus dem Altersheim geflogen und Onkel Frank leidet unter der Trennung von seinem Lover. Und dann ist da noch die sechsjährige Olive, die der Auslöser für den Trip war, weil sie unbedingt einen Schönheitswettbewerb gewinnen will … Ein Jahrzehnt bevor Trump in den USA erstmals die politische Bühne betrat, haben Jonathan Dayton und Valerie Faris mit ihrem Spielfilmdebüt die Einteilung der Welt in Winner und Loser so grandios ins Lächerliche gezogen wie kaum jemand zuvor. Seine Weltpremiere feierte der Film am Sundance Film Festival, wo er mit Standing Ovations bedacht wurde. Einige Monate später geriet auch die Europapremiere auf der Piazza Grande in Locarno zum unvergesslichen Ereignis. «Little Miss Sunshine» ist eines der schönsten Roadmovies der letzten Jahrzehnte. Manohla Dargis schrieb anlässlich der Premiere in der New York Times: «In durchweg grossartigen Darstellungen bietet sich ein überraschend scharfer Blick aufs zeitgenössische Amerika.»

 

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Sa 18 07 26 / 21:45
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