Die Entstehung von Jean-Luc Godards bahnbrechendem Debüt über die Amour fou eines Kleinkriminellen mit einer jungen Amerikanerin. Richard Linklaters betörendes Meisterwerk ist eine hinreissende Hommage an Godards ikonisches Werk und eine unwiderstehliche Liebeserklärung an das Kino.
Unbeschreiblich cool, unglaublich mutig und angetrieben vom Willen, alles neu und nach eigenen Regeln zu machen, realisiert Jean-Luc Godard im Sommer 1959 in Paris sein Spielfilmdebüt «À bout de souffle», das zu einem Meilenstein der Filmgeschichte werden sollte. Die Dreharbeiten waren mitunter abenteuerlich. Was, wo und ob überhaupt gedreht wurde, entschied Godard spontan am Morgen im Bistro – was nicht nur die Nerven seines amerikanischen Stars Jean Seberg strapazierte, sondern auch die des Produzenten … Richard Linklater («Boyhood») erzählt in «Nouvelle Vague» von der Entstehung dieses Meisterwerks, zugleich ist es eine hymnische Liebeserklärung an die gleichnamige Bewegung junger Filmenthusiast:innen, die damals kompromisslos und voller Tatendrang ihre Ideen verwirklichten und so das Kino erneuerten. Gedreht in Schwarz-Weiss und mit einem jungen Ensemble, das seinen realen Vorbildern verblüffend ähnlich sieht, lässt der Film das unbeschwerte und freiheitliche Lebensgefühl der damaligen Zeit wieder aufleben. Mary Noelle Dana schreibt in Bande à part: «‹Nouvelle Vague› will nicht Godard sein: Der Film beobachtet, wie Godard entsteht. Richard Linklater hat ein überraschendes, beglückendes Werk geschaffen, das so lebendig ist, dass man Lust bekommt, zu lieben, zu lernen und – warum nicht, seien wir mal verrückt – zu filmen.»
...