Moscas

Aus finanzieller Not muss Olga ein Zimmer ihrer Wohnung untervermieten. Als der neue Mieter seinen kleinen Sohn einschmuggelt, gerät ihr streng geregeltes Leben aus dem Takt. Das warmherzige, mit leisem Humor punktende Drama, in dem sich der kleine Bastian Escobar in die Herzen der Zuschauer:innen spielt, erzählt von einer unverhofften Freundschaft.

Olga, eine mürrische Mittfünzigerin, lebt einsam in einer Hochhauswohnung in Mexiko-Stadt. Es sind die titelgebenden Fliegen, die in der Eröffnungsszene des fünften Langspielfilms von Fernando Eimbcke («Temporada de patos», «Lake Tahoe») ihr Dasein stören. In diese beschaulich-traurige Idylle platzt Tulio, ein Mann vom Land. Er braucht für ein paar Tage ein Zimmer, da seine Frau nach einer Operation im benachbarten Spital liegt. Widerwillig geht Olga, die selbst Geld für eine bevorstehende medizinische Behandlung benötigt, auf Tulios Ansinnen ein. Was der ihr jedoch verschweigt: Er ist nicht allein, sondern in Begleitung seines kleinen Sohnes Cristian. Weil er aber nicht für zwei Personen bezahlen kann, schmuggelt er ihn heimlich ins Zimmer. Aus dieser schlichten Ausgangslage schafft Fernando Eimbcke ein lakonisch-tragikomisches Filmmärchen voller schräger Einfälle, das in seinen perfekten Schwarz-Weiss-Bildern und seiner unprätentiösen Darstellung prekärer sozialer Verhältnisse an den italienischen Neorealismus erinnert. Dazu gehört etwa das vorsintflutliche Computer-Ballerspiel namens «Space Defenders», das dem kleinen Cristian den Kopf verdreht und das, ähnlich wie die Fliegen, leitmotivisch in diesem minimalistischen Universum der skurrilen kleinen Dinge eingesetzt ist.

 

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Do 08 10 26 / 18:30
So 11 10 26 / 17:30
Di 13 10 26 / 18:20
Fr 16 10 26 / 15:10
Do 22 10 26 / 14:00
Mo 26 10 26 / 18:20
Fr 30 10 26 / 13:15
Reservation