Lost Land

In der Hoffnung, ihre Familie wiederzufinden, verlassen die neunjährige Shomira und ihr vierjähriger Bruder Shofik mitten in der Nacht ein Rohingya-Flüchtlingslager in Bangladesch und brechen nach Malaysia auf. Der erste in der Sprache der Rohingya und ausschliesslich von Rohingya gespielte Spielfilm erzählt das Drama ihrer Vertreibung aus der Sicht der Kinder.

Im grössten Flüchtlingslager der Welt, in Bangladesch in der Cox’s Bazar Region am Golf von Bengalen, leben rund eine Million Rohingya. Seit Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2021 sind sie in verschiedenen Flüchtlingswellen aus Myanmar geflohen. Die neunjährige Shomira und ihr vierjähriger Bruder Shofik möchten dem elenden Lager entkommen. So werden sie von ihrem Grossvater und einer Tante nachts auf ein Boot gebracht, das sie nach Malaysia bringen soll. Dort lebt ihr Onkel, der den beiden ein besseres Leben ermöglichen könnte. Auf dem Boot ganz auf sich allein gestellt, erreichen sie nach einer achttägigen, gefährlichen Reise schliesslich Land – doch es ist nicht Malaysia, sondern ein Dschungelgebiet in Thailand … Der japanische Regisseur Akio Fujimoto realisierte bereits mehrere Dokumentar- und Spielfilme über Flüchtlinge in Südostasien. In seinem dritten Spielfilm setzt er ganz auf die Ausdruckskraft eines ausschliesslich mit Laien besetzten Schauspielensembles. Es ist der erste Film, der in der Sprache der Rohingya gedreht wurde. Mit einem dokumentarischen Ansatz, frei von Überdramatisierung und getragen von der meisterlichen Kamera von Yoshio Kitagawa, der durch Ryūsuke Hamaguchis «Evil Does Not Exist» bekannt wurde, schafft er es, bildstark an die weitgehend vergessene Tragödie der Rohingya zu erinnern.

 

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Mi 22 07 26 / 20:30
So 26 07 26 / 19:30
Fr 31 07 26 / 17:15
So 09 08 26 / 13:10
Mo 17 08 26 / 16:30
Fr 28 08 26 / 17:00
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