Seit einem Badeunfall vor 26 Jahren ist der einstige Seemann Ramón vom Hals abwärts gelähmt. Trotz der liebevollen Pflege seines Bruders will er sterben, doch dazu braucht er Hilfe. Sein Wunsch rückt in greifbare Nähe, als er zwei Frauen kennenlernt. Javier Bardem brilliert in Alejandro Amenábars bewegendem Drama nach einem wahren Fall, der Spanien erschütterte.
Seit dreissig Jahren liegt Ramón gelähmt im Bett, liebevoll versorgt von der Familie seines Bruders. Sein einziger Wunsch: endlich zu sterben. Doch dazu bräuchte er jemanden, der ihm dabei hilft – was in Spanien illegal ist. Durch die Begegnung mit zwei Frauen, einer Rechtsanwältin und einer Dorfbewohnerin, rückt sein Wunsch in greifbare Nähe … Basierend auf der wahren, ganz Spanien erschütternden Geschichte des galizischen Seemanns Ramón Sampedro (1943–1998), der nach einem Sprung ins Meer vom Hals abwärts gelähmt war und 27 Jahre lang für sein Recht auf Euthanasie kämpfte, schuf Alejandro Amenábar ein Drama von existenzieller Wucht. Mit der stupenden Präsenz des damals 35-jährigen Javier Bardem, dem ein hervorragendes Make-up das schüttere Haar und die teigige Blässe eines 20 Jahre älteren, körperlich inaktiven Mannes verlieh, vermeidet «Mar adentro» jegliche Sentimentalitäten und schwingt sich gelegentlich gar zu komödiantischen Momenten auf. Über den Film, der den Auslands-Oscar sowie rekordverdächtige 14 Goyas erhielt und sich differenziert mit dem Thema Sterbehilfe auseinandersetzt, schrieb Manfred Riepe in der WOZ: «Mit dieser bedrückenden Geschichte eines Mannes, der von nichts anderem am Leben gehalten wird als seinem unbeugsamen Willen zum Tod, hat Amenábar einen überaus lebendigen Film über den Tod geschaffen.»
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