Die junge Modedesignerin Lina erlebt nach einer Preisverleihung in der Schweiz einen rätselhaften Vorfall. Zurück in Buenos Aires nimmt sie ihr früheres Leben wieder auf, doch etwas in ihr hat sich verschoben … Der atmosphärische Film von Milagros Mumenthaler porträtiert einfühlsam eine junge Frau im Spannungsfeld von beruflichem Erfolg, Familie und psychischer Gesundheit.
Die argentinische Designerin Lina wird in Genf mit einem prestigeträchtigen Preis ausgezeichnet. Kurz nach dieser Ehrung kommt es zu einem rätselhaften Vorfall, den sie jedoch unbeschadet übersteht. Zurück im heimatlichen Buenos Aires wird sie freudig von ihrem Ehemann und ihrer kleinen Tochter Sofía empfangen und alles geht wieder seinen gewohnten Gang. Sie lebt ihr gutsituiertes Leben, lässt sich für ihre Auszeichnung feiern, berät sich in ihrem Studio mit ihrer Assistentin, besucht eine Theaterprobe und kümmert sich liebevoll um Sofía. Doch etwas stimmt nicht im Leben dieser erfolgreichen jungen Frau. Immer öfter deuten ihr seltsames Verhalten und Irritationen auf ein dunkles, längst überwunden geglaubtes Geheimnis hin. Ein Jahrzehnt nach ihrem letzten Spielfilm «La idea de un lago», in dem ebenfalls eine fragile Frauenfigur und ihre Beziehung zu ihrer Mutter im Zentrum standen, und fünfzehn Jahre, nachdem ihr Erstling «Abrir puertas y ventanas» in Locarno den Pardo d’Oro gewann, brilliert die argentinisch-schweizerische Regisseurin und Drehbuchautorin Milagros Mumenthaler erneut. Getragen von den frei fliessenden Bildern des Zürcher Kameramanns Gabriel Sandru und wenigen Dialogen, verkörpert die beeindruckende Protagonistin Isabel Aimé González-Sola eine Frau in einem emotionalen Schwebezustand, dessen Sog einen unwiderstehlich mitreisst.
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