La hija cóndor

In den Anden unterstützt die junge Quechua Clara ihre Ziehmutter bei Hausgeburten. Während sie tief in den Ritualen verwurzelt ist, sehnt sie sich zugleich nach einem Leben in der Stadt. In überwältigenden Tableaus erzählt Regisseur Álvaro Olmos Torrico von Tradition, Identität und dem Mut, der eigenen Stimme zu folgen, und zeigt eine Welt im Umbruch.

Hoch oben in den Anden wächst Clara in einer indigenen Quechua-Gemeinschaft auf. Als Ziehtochter von Ana, der letzten traditionellen Hebamme in der Region, soll sie einmal ihre Nachfolge antreten. Schon heute begleitet sie Ana zu Hausgeburten und lernt die alten Rituale ihres Volkes. Mit ihrer aussergewöhnlichen Stimme übernimmt sie die überlieferten Gesänge, die neues Leben auf seinem Weg in die Welt begleiten. Doch während Clara tief in den Traditionen ihrer Gemeinschaft verwurzelt ist, wächst in ihr zugleich die Sehnsucht nach einem anderen Leben. Über ein altes Radio dringen die Klänge der Chicha-Musik aus der Stadt bis in die Berge und wecken in ihr den Wunsch nach Freiheit und einer Zukunft als Sängerin. Gleichzeitig gerät die Welt ihres Dorfes unter Druck: Ärzt:innen aus der Stadt werben für Geburten in modernen Kliniken und stellen das über Generationen weitergegebene Wissen der Hebammen infrage. Zwischen Verantwortung und Selbstverwirklichung, Herkunft und Aufbruch muss Clara ihren eigenen Weg finden. Mit grosser Sensibilität und in überwältigenden Bildern erzählt Álvaro Olmos Torrico von einer Gemeinschaft im Wandel. Vor der majestätischen Kulisse der Anden entfaltet sich ein bewegendes Drama über Identität, Tradition und den Mut, der eigenen Stimme zu folgen – ohne die Verbindung zu den eigenen Wurzeln zu verlieren.

 

...
So 05 07 26 / 17:30
Mi 08 07 26 / 20:30
Di 14 07 26 / 18:15
So 26 07 26 / 17:20
Sa 08 08 26 / 14:30
So 16 08 26 / 17:30
Fr 21 08 26 / 14:30
Reservation