Kurdische Kultur- und Begegnungstage: Lêgerîn – In Search of Alina

Die argentinische Ärztin Alina Sánchez alias Lêgerîn Çiya kämpfte für die Sache der Kurd:innen und starb 2018 in Syrien. Der bewegende Dokumentarfilm, der unter schwierigsten Bedingungen entstanden ist, zeigt den aussergewöhnlichen Lebensweg der jungen Frau, die zur Ikone der kurdischen Freiheitsbewegung wurde.

Unter Mitwirkung der kurdischen Filmemacherin Dêrsim Zêrevan rekonstruiert die argentinische Regisseurin María Laura Vásquez das Leben ihrer 1986 geborenen Landsfrau Alina Sánchez. Diese studierte in Kuba Medizin und reiste nach ihrem Abschluss 2011 ins kurdische Autonomiegebiet Rojava, wo sie sich der stark von Frauen getragenen Befreiungsbewegung anschloss. Als junge Ärztin war sie massgeblich am Aufbau und der Organisation des Gesundheitssystems beteiligt. Ihre Mitstreiter:innen gaben ihr den Spitznamen Lêgerîn Çiya, was so viel wie Suche, Widerstand und Kampf für Freiheit bedeutet. 2018 kam sie während eines Verwundetentransports bei einem Autounfall ums Leben. Durch ihren unermüdlichen, tatkräftigen und selbstlosen Einsatz für andere war sie zu einer Ikone der kurdischen Frauenbewegung geworden – was sich bereits bei ihrer Beerdigung zeigte, als Menschenmassen die Strassen säumten, durch die ihr Sarg getragen wurde. In Gesprächen mit Familienangehörigen und Freund:innen in Argentinien sowie mit kurdischen Genoss:innen entsteht das Bild einer beeindruckenden jungen Frau, die politisches Engagement für ein Kollektiv höher gewichtete als individuelle Selbstverwirklichung, sich zu Solidarität und zum Handeln aufgerufen sah und darin ihr Glück fand.

 

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So 15 11 26 / 17:45
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