KlimaKino: Der automobile Mensch

Anhand verschiedener Städte und ihrer Verkehrskonzepte führt Regisseur und Stadtplaner Rainer Seiss überzeugend vor, dass wir problemlos mit sehr viel weniger Autos auskommen könnten. Der Dokumentarfilm ist ein aufrüttelnder Appell für eine grundlegende Verkehrswende als Voraussetzung für einen ernsthaften Klimaschutz.

Nichts verkörpert Freiheit, Mobilität, Individualität und Status so sehr wie das Auto. Gleichzeitig verursacht es immense Kosten. Es belastet die Umwelt, Ressourcen und Gesundheit und ist einer der grössten Treiber des Klimawandels. Keine Erfindung hat Städte und Landschaften so stark verändert wie der Pkw. Sein Platzbedarf ist immens. Verkehrsflächen beanspruchen rund ein Drittel der Siedlungsfläche, verstärken die Erhitzung, erzeugen Lärm, Abgase und Reifenabrieb und lassen Städte und Dörfer veröden. Es ist höchste Zeit, Mobilität neu zu denken und den öffentlichen Raum für verschiedene Akteur:innen sicher und attraktiv zu gestalten. Doch die Politik scheut vor grundlegenden Veränderungen zurück; das Freiheitsversprechen und die Bequemlichkeit des Individualverkehrs einzuschränken, ist geradezu tabu. Der österreichische Filmemacher und Stadtplaner Reinhard Seiss hält unserer autozentrierten Gesellschaft den Spiegel vor und zeigt teils erschütternde, teils absurde Beispiele politischer und unternehmerischer Realitätsverweigerung. Anhand verschiedener Städte und ihrer Verkehrskonzepte führt er vor, dass Wirtschaft und Bevölkerung problemlos mit deutlich weniger Verkehr auskommen könnten. Ein pointierter und inspirierender Appell für eine grundlegende Verkehrswende als Voraussetzung für ernst gemeinten Klimaschutz.

 

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Mi 16 09 26 / 18:00
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