Kalari Kid

In Indien erkämpfen sich junge Frauen mit Kalari, der ältesten Kampfsportart der Welt, ihren Platz in einer von Gewalt geprägten Gesellschaft. Der Dokumentarfilm erzählt von Widerstand, Disziplin und der Kraft, das eigene Leben zurückzuerobern. Ein elektrisierendes Porträt weiblicher Selbstermächtigung und Stärkung in einer patriarchalen Gesellschaft.

Die neunjährige Arushi, Tochter einer hinduistischen Mittelschichtsfamilie, und die 21-jährige Milena, Tochter einer christlichen Bauernfamilie, praktizieren die uralte südindische Kampfkunst Kalari. Während Arushi noch lernen muss, Wutmomente zu zügeln und Gelerntes nicht zu missbrauchen, steht Milena, die sich seit Kindertagen Kalari verschrieben hat, an einem Scheideweg ihres Lebens: Weil sie in der Stadt eine Ausbildung zur Pflegefachfrau beginnt, hat sie keine Zeit mehr für die geliebte Kampfkunst. Doch als sie merkt, dass gerade in ihrem Beruf Frauen besonders oft Gewalt erleiden, lehrt sie ihre Kolleginnen kalaribasierte Selbstverteidigung. Das schweizerisch-indische Regieduo Maria Kaur Bedi und Satindar Singh Bedi, 2023 mit seiner autobiografischen Liebesgeschichte «The Curse» bekannt geworden, begleitet in seinem neuen Film die beiden Frauen über einen längeren Zeitraum auf ihren Lebenswegen. Herausgekommen ist ein Werk, das sowohl atemberaubende Martial-Arts-Szenen als auch tiefe Einblicke in eine stark patriarchal geprägte Gesellschaft bietet. Nora Nater schreibt auf Outnow: «Den Zusammenhang zwischen der Kampfsportart und dem Kampf gegen Sexismus und Patriarchat zeigt ‹Kalari Kid› wunderbar auf und bringt präzise, elegant und ästhetisch auf den Punkt: Dank Kalari können sich Frauen verteidigen und haben grosses Interesse daran, stark zu sein.»

 

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Di 06 10 26 / 18:00
So 11 10 26 / 11:15
Do 15 10 26 / 13:45
Di 20 10 26 / 14:15
Sa 24 10 26 / 15:15
Reservation