Iran – Zwischen Aufstand und Ohnmacht: All My Sisters

Drei Schwestern, die in einer liebevollen Familie in Teheran aufwachsen, wurden von 2007 bis 2025 mit der Kamera begleitet. Die beeindruckende Langzeitstudie zeigt ihren Alltag von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter, in dem sie als junge Frauen in einem totalitären, patriarchalen Regime nach Freiheit suchen. «Ein einzigartiges und bewegendes Werk», lobt Cinema Austriaco.

In seiner einfühlsamen, über 18 Jahre dauernden Langzeitstudie begleitet Regisseur Massoud Bakhshi das Leben seiner drei Nichten von der Kindheit bis ins junge Erwachsenenalter. Die Mädchen wachsen in einer liebevollen, konservativen Familie in Teheran auf. Als ihr Onkel sie 2007 zu filmen beginnt, sehen wir Bilder einer unbeschwerten Kindheit – Aufnahmen, wie wir sie aus anderen Home Movies kennen. Doch im Hintergrund werden bereits Fragen laut: Ist Tanzen erlaubt? Wie viel Haut darf man zeigen? Und warum eigentlich nicht? Als die Mädchen erste Anzeichen der Pubertät zeigen, wird ihr Leben zunehmend von Ermahnungen, Regeln und Verboten bestimmt; alles, was zuvor lustvoll war, gilt plötzlich als sündhaft. Als sie älter werden und Protestbewegungen die iranische Gesellschaft zu erschüttern beginnen, werden Fragen nach Freiheit und Selbstbestimmung immer drängender. Der Regisseur beteiligt seine Nichten am Entstehungsprozess; nur was sie gutheissen, findet Eingang in den Film. Das «einzigartige und bewegende Werk» (Cinema Austriaco) ermöglicht einen intimen, fesselnden Einblick in den Alltag und die politische Lage des Landes. Rafa Sales Ross schreibt in Variety: «‹All My Sisters› ist nicht nur eine zutiefst persönliche Familiengeschichte und eine politische Erzählung, die mit den historischen ‹Frau, Leben, Freiheit›-Protesten im Iran im Jahr 2022 verbunden ist, sondern auch ein genauer Blick auf die Ethik des Dokumentarfilms.»

 

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Mi 06 05 26 / 18:50
So 24 05 26 / 11:00
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