Mit Archivschätzen, Interviews, Bachmanns Texten und improvisierten Szenen durchmisst der Film die zentralen Lebensphasen der grossen Autorin – von ihrer Kriegskindheit in Kärnten, ihrem Aufstieg zum Star der Gruppe 47 bis zu ihren letzten Tagen in Rom. Eine poetische Spurensuche und sensible Hommage mit Sandra Hüller.
Anlässlich des 100. Geburtstags der mythenumrankten Autorin am 25. Juni sind nicht nur neue Biografien, Erinnerungen und Essays erschienen, sondern auch ein Dokumentarfilm. Für ihre Annäherung an Leben und Werk einer der grössten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts hat Regina Schilling Archivschätze gehoben und mit inszenierten Szenen, die Ingeborg Bachmann durch einen imaginären Tag in Rom begleiten, zu einem kunstvollen Dokumentarfilm verwoben. Sandra Hüller beginnt diesen Tag auf der Veranda eines eleganten Apartments, das an Bachmanns letzte Wohnung erinnert. Der Film ruft zentrale Lebensstationen der Autorin ins Gedächtnis: ihre prägende Kriegsjugend in Klagenfurt, ihren glanzvollen Aufstieg zur gefeierten Lyrikerin, die das Spiegel-Cover zierte, bis zu ihren letzten Tagen in Rom. Zur Sprache kommen ihre komplizierten Beziehungen zu dem Lyriker und Holocaust-Überlebenden Paul Celan, dem Komponisten Hans Werner Henze sowie dem Schweizer Autor Max Frisch, mit dem sie in Rom zusammenlebte. Immer wieder ist die Autorin selbst zu sehen und zu hören – in Lesungen und Interviews, die wertvolle Einblicke geben in ihr unnachgiebiges Ringen im Spannungsfeld zwischen öffentlichem Ruhm und existenziellen Krisen sowie um eine eigene, radikale Sprache.
...