Nana wird von ihrer Mutter auf der Insel Fogo zurückgelassen und wächst bei der Familie ihres Vaters auf. Als die Mutter zurückkehrt, stellt sie ihre Tochter vor eine schwierige Entscheidung. Das betörende Debüt der schweizerisch-kapverdischen Regisseurin Denise Fernandes schildert das Heranwachsen einer jungen Frau in einem von Emigration geprägten Umfeld.
Auf der kapverdischen Insel Fogo wächst die kleine Nana bei der Familie ihres abwesenden Vaters auf. Ihre Mutter, die aufgrund einer mysteriösen Krankheit die Insel verlassen musste, hat das Mädchen kurz nach seiner Geburt in deren liebevolle Obhut gegeben. Inmitten der kargen Schönheit der Vulkaninsel geniesst Nana eine unbeschwerte Kindheit im Einklang mit der Natur, dem einfachen Leben und den Geschichten und Legenden, die ihre Grossmutter und andere ihr erzählen. Doch immer wieder muss sie miterleben, wie weitere geliebte Menschen der Insel den Rücken kehren. Als Nana zur jungen Frau herangewachsen ist, kehrt eines Tages ihre Mutter überraschend zurück und stellt sie vor eine schwere Entscheidung … In poetischen Bildern gelingt Regisseurin Denise Fernandes ein berückendes Spielfilmdebüt, das bereits auf zahlreichen Festivals ausgezeichnet wurde. Selbst als Tochter kapverdischer Eltern in der Schweiz aufgewachsen, reflektiert sie darin die Dynamik der Abwanderung, die für sie das Wesen der Kapverdier:innen ausmacht – auch derer, die bleiben. Das LuxFilmFest schreibt: «Es geht um die Vergegenwärtigung der Zeit, die vergeht, die bestimmt, wer man ist, und darum, wie die Dinge um einen herum einen prägen. Der Film wagt sich vor in eine Welt mit traumhaften Zügen, geheimnisvoll – wie eine Zauberwelt aus Kindertagen, mit vielen Eingangstüren.»
...