Germaine Acogny – Die Essenz des Tanzes

Die französisch-senegalesische Tänzerin und Choreografin Germaine Acogny, die früher mit dem Choreografen Maurice Béjart zusammengearbeitet hat, gilt als «Mutter des afrikanischen zeitgenössischen Tanzes» und als eine der wichtigsten künstlerischen Stimmen Afrikas. Tanz ist bei ihr stets eine Befreiung vom kolonialen Blick der Zuschauer:innen.

Die heute 82-jährige Germaine Acogny zählt zu den wichtigsten künstlerischen Stimmen Afrikas und gilt als «Mutter des zeitgenössischen afrikanischen Tanzes». In der von ihr entwickelten «Acogny-Technik» verbindet sie traditionelle westafrikanische Tänze mit europäischen Einflüssen und begeistert damit die Welt. Nach einer Ausbildung in klassischem Tanz in Paris war sie die erste künstlerische Leiterin des wegweisenden Tanzinstituts «Mudra Afrique», das von Maurice Béjart und dem ersten Präsidenten des unabhängigen Senegal, Léopold Sédar Senghor, gegründet wurde. Seit den späten 1990er-Jahren unterrichtet sie an ihrer Schule «École des Sables» im Senegal Tanzbegeisterte aus ganz Afrika und der Diaspora. Die fesselnde Dokumentation von Greta-Marie Becker – durch ihr Studium ebenfalls engagiert in interkulturellen und dekolonialen Geschlechterdiskursen – verknüpft Archivaufnahmen legendärer Choreografien Acognys mit aktuellen Aufnahmen mitreissender Workshops mit jungen Tänzer:innen ihrer «École des Sables». Silvia Hallensleben schreibt für epd Film: «Das Bewegungskonzept von Germaine Acogny gründet auf kraftvollem Kontakt zur Erde und der bewegten Wirbelsäule als ‹Schlange des Lebens›. (…) Zugleich ist es praktische Kritik am kolonial und patriarchal geprägten Blick.»

 

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Fr 07 08 26 / 17:50
Di 11 08 26 / 18:40
So 16 08 26 / 11:15
Sa 22 08 26 / 15:00
Mo 24 08 26 / 16:30
So 30 08 26 / 14:10
Reservation