Gelbe Briefe

Derya und Aziz, ein gefeiertes Künstlerehepaar aus Ankara, führen mit ihrer Tochter ein erfülltes Leben, bis sie über Nacht ins Visier des Staates geraten und Arbeit und Wohnung verlieren. Nach dem oscarnominierten Film «Das Lehrerzimmer» legt Regisseur İlker Çatak erneut ein packendes Meisterwerk vor – ein brandaktueller Film über Mut in gefährlichen Zeiten.

Es beginnt mit tosendem Applaus für ein Stück am Staatstheater Ankara: Eine junge Frau steht inmitten von Käfigen voller Menschen auf der Bühne. Die Frau ist die Schauspielerin Derya, Autor des Stücks ist ihr Ehemann Aziz, Universitätsdozent und Dramaturg. Um ein Foto mit dem anwesenden Gouverneur zu vermeiden, flüchtet Derya nach der Premiere gleich in ihre Garderobe. Als tags darauf auf den Strassen Ankaras eine regimefeindliche Demonstration stattfindet und Aziz seine Studierenden zur Teilnahme ermuntert, lässt die Antwort der Staatsmacht nicht auf sich warten: Er wird fristlos entlassen, sein Theaterstück vom Spielplan gestrichen. Die Familie flüchtet daraufhin zu Aziz’ Mutter nach Istanbul und versucht, dort ihr Leben neu zu organisieren … İlker Çatak zählt mit Fatih Akin, Thomas Arslan oder Ayşe Polat zu den bedeutendsten deutsch-türkischen Regisseur:innen. Sein letzter Film «Das Lehrerzimmer», ein Grosserfolg, zeigte die Schule als Brennglas für gesellschaftliche Entwicklungen. In seinem neuen Werk, das im Februar im Wettbewerb der Berlinale seine Weltpremiere feierte, nimmt Çatak ein Paar in den Blick, das durch die Willkür eines autoritären Regimes unter Druck gerät und sich zwischen seinen Idealen und Anpassung entscheiden muss. Ein Drama über Mut und Macht, das die grossen gesellschaftspolitischen Fragen unserer Zeit in den Fokus nimmt.

 

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Sa 07 03 26 / 18:45
Mo 09 03 26 / 20:30
Fr 13 03 26 / 16:00
Do 19 03 26 / 20:30
So 22 03 26 / 19:45
Fr 27 03 26 / 13:45
Di 31 03 26 / 15:30
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