Der Skinhead Derek landet nach einem brutalen, rassistisch motivierten Mord im Gefängnis und sagt sich dort von der Neonazi-Szene los. Nach seiner Entlassung versucht er, seinen jüngeren Bruder zur Abkehr von der rechtsextremen Bewegung zu überzeugen. Beeindruckendes Drama mit Edward Norton über die fatale Anziehungskraft rechtsextremer Ideologien und die verheerenden Folgen für die eigene Familie.
Der Neonazi Derek beobachtet, wie zwei Afroamerikaner versuchen, sein Auto zu stehlen. Ohne zu zögern, erschiesst er den einen und erschlägt den anderen auf brutalste Weise. Er wird verhaftet und verurteilt, doch da sein jüngerer Bruder Danny, der in besagter Nacht Augenzeuge war, vor Gericht zugunsten von Derek die Aussage verweigert, kommt dieser mit einer nur dreijährigen Haftstrafe wegen Totschlags davon. Während Derek sich im Gefängnis von seinen Nazi-Überzeugungen löst, verklärt Danny seinen Bruder zum Helden und mutiert selbst zum offenen Hitler-Verehrer. Als Derek aus dem Gefängnis entlassen wird, versucht er verzweifelt, Danny von dessen menschenverachtender Ideologie abzubringen. Doch es scheint zu spät, zumal der Rassismus und das Nazi-Gedankengut bereits vom Vater an die Söhne weitergegeben wurden, wie der Film in kunstvollen schwarz-weissen Rückblenden vermittelt. Tobias Kniebe schrieb auf Cinema: «Das ist ein verdammt gewagtes Lehrstück, denn es schafft die komplette ideologische Umkehrung der Werte, die es zu Beginn aufgebaut hat. Protagonist Derek ist nämlich nach seinem Gefängnisaufenthalt ein anderer Mensch, der den Bruder vor dem retten will, was er ihm einst selber eingepflanzt hat. Dieses Problem löst der Film – allerdings nicht auf typische Hollywood-Art, sondern so verstörend wie das Leben selbst.»
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