Pristina, Kosovo, Ende der 1990er-Jahre. Die 13-jährige Dua wächst inmitten ethnischer Spannungen auf, die ihre Familie bedrohen. Dank ihrer Freundin Maki findet sie zu Mut und Widerstand. Blerta Bashollis atmosphärischer, von eigenen Erfahrungen inspirierter Film erzählt von Freundschaft und Solidarität in schwierigsten Zeiten und wurde in Cannes und am Zurich Film Festival gefeiert.
Pristina, Kosovo, Ende der 1990er-Jahre. Während der Krieg immer näher rückt und die ethnischen Spannungen zu eskalieren drohen, ringt die dreizehnjährige Dua darum, ihren Platz unter Gleichaltrigen und in ihrem sich wandelnden Körper zu finden. Die Gewalt ist allgegenwärtig und lässt kaum Raum für ruhige Momente individuellen Aufbruchs. Als sich auch für Dua die Situation zuspitzt, schliesst sie sich ihrer furchtlosen Klassenkameradin Maki an, die sie zu einem Judokurs für Selbstverteidigung ermuntert. Nach ihrem fulminanten Debüt «Hive» widmet sich Blerta Basholli erneut der jüngeren Geschichte ihrer Heimat Kosovo. «Dua» feierte seine Weltpremiere 2026 in der Semaine de la Critique in Cannes und gewann dort den SACD-Preis. Die meisten Szenen beruhen auf eigenen Erlebnissen; Basholli war sechzehn, als der Krieg endete. Rückblickend interessiert sie vor allem, wie die Menschen damals ihren Alltag lebten, wovon sie träumten und was es bedeutet, wenn man gezwungen ist, sein Land zu verlassen, obwohl man es liebt. Arttv lobt: «Regisseurin Blerta Basholli verbindet in ihrem zweiten Spielfilm die Unsicherheiten der Pubertät mit der zunehmenden Gewalt einer Gesellschaft, die auseinanderzubrechen droht. Ein eindringlicher Coming-of-Age-Film über das Erwachsenwerden in einer Welt, in der für kindliche Unbeschwertheit immer weniger Platz bleibt.»
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