Der eigenbrötlerische Adriano lebt zurückgezogen in der verlassenen Villa Guelfi. Als sich eine Gruppe junger Frauen und Männer dort niederlässt, will er sie umgehend vertreiben … Paolo Virzì erzählt eine berührende Geschichte über Einsamkeit, Fürsorge und Freundschaft, brillant gespielt von Valerio Mastandrea, Valeria Bruni Tedeschi und Galatéa Bellugi.
Adriano, ein wortkarger Einzelgänger, lebt zurückgezogen in den ehemaligen Stallungen der Villa Guelfi, einem verlassenen Anwesen in der Toskana. Als sich eine Gruppe junger Frauen und Männer in der Villa niederlässt, um sich um die Felder und Weinberge zu kümmern, fühlt er sich gestört und will sie vertreiben. Doch die frischgebackenen Absolvent:innen der Agrarwissenschaften, Klimaforschung und Önologie – unter ihnen Matilde, die Enkelin des letzten Grafen Guelfi – lassen sich nicht von ihrem Vorhaben abbringen. Zudem sind sie neugierig, was den geheimnisvollen Sonderling veranlasste, ein Leben in solcher Abgeschiedenheit zu führen. Durch Matilde und ihre Schwangerschaft wandelt sich Adrianos Feindseligkeit bald in väterliche Fürsorge, der anfängliche Konflikt in ein freundschaftliches Zusammenleben. Erneut beweist Regisseur Paolo Virzì («La pazza gioia») sein Geschick, ernste Themen mit heiteren Momenten zu verweben. Giorgio Maria Aloi schreibt im Madmass Magazine: «Der Film wirkt wie ein Akt des behutsamen Widerstands in einer Zeit, in der die vielen Krisen die Gesellschaft zu polarisieren drohen. (…) Ein Entwurf für ein mögliches Zusammenleben und die Hoffnung auf den Dialog zwischen den Generationen sowie eine Reflexion darüber, was es bedeutet, sich umeinander zu kümmern – mit der Perspektive auf Heilung und einen Neuanfang.»
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