In Lina Wertmüllers imposantem Sittengemälde mit Ángela Molina und Harvey Keitel greifen Frauen zur Selbsthilfe, um die Camorra mit deren Methoden aus der Stadt zu jagen. Die so kluge wie unterhaltsame Farce über Neapels kämpferische Frauen löste grosse Resonanz aus und wurde mehrfach preisgekrönt.
Neapel wird von einer Reihe rätselhafter Morde erschüttert. Sämtliche Opfer gehören der Camorra an; unter den Mafiosi geht die Angst um. Die Polizei glaubt an eine interne Abrechnung zwischen rivalisierenden Clans, doch die Täterschaft kommt aus unvermuteten Reihen … Die italienische Regisseurin Lina Wertmüller (1928–2021) zählt zu den prägenden Figuren des europäischen Autor:innenkinos. Aufgrund ihres opulenten, vitalen Erzählstils wurde sie oft als «weiblicher Fellini» bezeichnet. Ihre grössten Erfolge feierte sie in den 1970er-Jahren mit ihren schrillen Tragikomödien, in denen sie Themen wie Sexualität, Politik, Gewalt, Machtverhältnisse, Patriarchat, Ausbeutung und Faschismus verhandelte. 1977 schrieb sie Filmgeschichte, als sie als erste Frau für einen Oscar in der Kategorie Beste Regie nominiert wurde. 2019 erhielt sie den Ehrenoscar für ihr Lebenswerk. In ihrem imposanten neapolitanischen Sittengemälde mit Ángela Molina und Harvey Keitel greifen Frauen zur Selbsthilfe, um die Camorra mit deren eigenen Methoden aus der Stadt zu jagen. Das Exground Filmfest 33 schreibt: «Eine ebenso kluge wie unterhaltsame Farce über männliche Eitelkeiten, kämpferische Frauen und ein Neapel, das sich nicht unterkriegen lässt.»
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