Architektur im Film: Building Bastille

Ein Bauprojekt von einer halben Milliarde Dollar, eine Mammutaufgabe, ein unmöglicher Zeitplan, zwei politische Gegner. Als der unbekannte kanadisch-uruguayische Architekt Carlos Ott den Zuschlag für die neue Pariser Oper erhält, kommt es zu dramatischen Szenen: Jacques Chirac und Mitterrand geraten in einen schweren Konflikt. Ein Architekturkrimi der Sonderklasse …

«Building Bastille» dokumentiert die unglaubliche Baugeschichte der Opéra Bastille in Paris, eines der architektonischen Grossprojekte des damaligen sozialistischen Staatspräsidenten François Mitterrand. Im März 1982 wurde, auch um die alte Opéra Garnier zu entlasten, der Bau einer neuen «Oper für das Volk» beschlossen. Überraschend erhielt der Entwurf des damals völlig unbekannten Carlos Ott – ein Architekt kanadisch-uruguayischer Herkunft, der noch nie etwas gebaut hatte – den Zuschlag. Die Jury hatte in einem anonymen Wettbewerbsverfahren Otts Projekt für den Entwurf des renommierten amerikanischen Architekten Richard Meier gehalten. Der kanadische Regisseur Leif Kaldor kombiniert in seinem Dokumentarfilm aktuelles Filmmaterial mit Archivbildern und Originalaufnahmen im 16mm-Format und lässt Carlos Ott, seine Mitarbeiter:innen sowie den damaligen französischen Kulturminister Jack Lang zu Wort kommen. Die politische Gegnerschaft zwischen François Mitterrand und Jacques Chirac, der 1986 Premierminister wurde, spielt dabei eine wichtige Rolle. Trotz der Spannungen während der fünfjährigen Bauzeit – Chirac drohte, die Finanzierung zu entziehen und die Bauarbeiten abzubrechen – wurde die Opéra Bastille dank der Entschlossenheit von Carlos Ott und seinem Team termingerecht zum 200-jährigen Jubiläum der Französischen Revolution im Jahr 1989 fertiggestellt.

 

In Zusammenarbeit mit dem Architektur Forum Ostschweiz. 

 

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Di 17 02 26 / 20:00
So 22 02 26 / 11:30
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