Anders anders – Was uns verbindet

Die Ostschweizer Regisseurin Hao Hohl («Plötzlich Heimweh») befragt verschiedene Protagonist:innen nach Zugehörigkeit und Heimat. Autor Pedro Lenz blickt humorvoll auf Kindheit und Dialekte, während Komponist Charles Uzor seine Sehnsucht nach Heimat offenlegt. Eine bildgewaltige, von Hao Hohls betörenden Scherenschnitten unterlegte Studie über Heimat und Fremdsein.

Die seit 2006 in Urnäsch lebende gebürtige Chinesin Hao Hohl ist keine Unbekannte. Mit «Plötzlich Heimweh», einer bewegenden Erzählung persönlicher Selbstfindung, für die sie zwölf Jahre lang mit der Kamera ihre neue Umgebung erkundete, hatte sie 2019/20 einen Überraschungserfolg. Mit ihrem neuen Film knüpft sie an den Vorgängerfilm an. Waren dort die Protagonist:innen meist «gewöhnliche Leute», steht in «Anders anders – Was uns verbindet» Prominenz aus Kultur und Politik im Zentrum. So etwa Pedro Lenz, der, wie Hao Hohl es nennt, Reflexionsfigur ist und durch den Film führt. Mit dem in St.Gallen lebenden, aus Nigeria stammenden Komponisten Charles Uzor, dem ehemaligen Appenzeller Landammann und Kulturforscher Roland Inauen sowie der aus einer bekannten Musikerdynastie stammenden Szenografin Kendra Alder sind drei weitere bekannte Gesichter aus der Region mit von der Partie. Hao Hohl bereichert ihren «Heimatfilm» mit Scherenschnitten aus ihrer Hand und charakterisiert ihn wie folgt: «Mir geht es nicht darum zu sagen, jeder sei ein wenig anders – sondern darum, Herkunft neu zu denken. Sie ist nicht nur die Kindheit, sondern jede Begegnung, jeder Ort, jeder Mensch und jede Entscheidung, die wir treffen.»

 

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Do 22 10 26 / 20:00
Mi 28 10 26 / 18:50
Sa 31 10 26 / 17:00
Reservation