À voix basse

Nach dem plötzlichen Tod ihres Onkels kehrt Lilia nach Tunesien zurück, um das Rätsel seines Todes aufzuklären und sich den familiären Geheimnissen zu stellen. Das einfühlsame Drama mit Hiam Abbass erzählt von der Unterdrückung der Homosexualität und der generationenübergreifenden Last des Schweigens.

Lilia hat sich in Paris ein eigenständiges Leben aufgebaut und kehrt zur Beerdigung ihres Onkels erstmals in ihre Heimat Tunesien zurück. Ihre Partnerin Alice bringt sie zwar mit, setzt sie aber in einem Hotel ab – ihre Familie darf nicht wissen, dass sie mit einer Frau zusammenlebt. Während im Haus ihrer Grossmutter die Verwandtschaft zu den Trauerfeierlichkeiten zusammenkommt und ein Mantel des Schweigens über den mysteriösen Umständen liegt, unter denen ihr Onkel zu Tode kam, wird Lilia erneut bewusst, warum sie Tunesien verlassen hat. Sie macht sich daran, das Rätsel um sein tragisches Ende aufzuklären. Vor dem Hintergrund einer Gesellschaft, in der Homosexualität noch immer strafbar ist, privat aber hinter vorgehaltener Hand geduldet wird, zeichnet die in Frankreich lebende tunesische Regisseurin Leyla Bouzid ein dichtes Familienporträt über unausgesprochene Wahrheiten und die stille Sehnsucht nach Verständnis. Mia Pflüger schreibt auf Kino-Zeit: «Eya Bouteraa trägt den Film mit zurückgenommener Intensität, während Hiam Abbass sein moralisches Zentrum bildet. Ihre Darstellung einer Mutter, die ihren Bruder einst zur Offenheit ermutigte, diese Freiheit jedoch ihrer Tochter nicht gewähren kann, verleiht dem Film seine grösste Tiefe. (…) Bouzids Schlussbilder öffnen einen hoffnungsvollen Ausblick auf eine Generation, die ein Leben im Flüsterton nicht länger akzeptieren will.»

 

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Sa 18 07 26 / 19:30
Mo 20 07 26 / 18:20
Di 28 07 26 / 20:30
Do 06 08 26 / 17:00
Mi 12 08 26 / 18:20
Di 18 08 26 / 16:30
So 23 08 26 / 15:00
Reservation