«Stimmliche Parallelen» Konzert 4: "Nothing ever fell". Musik von Morton Feldman

Das vierte und abschließende Konzert der Reihe Stimmliche Parallelen präsentiert die britische Sopranistin Juliet Fraser. Sie interpretiert das Werk „Three Voices“ (1982) des amerikanischen Komponisten Morton Feldman.

Dieses Stück verbindet zwei voraufgezeichnete Vokalstimmen mit live gesuntem Gesang. Grundlage dafür sind Gedichte von Frank O’Hara, der ebenso wie Feldman im Jahr 2026 seinen 100. Geburtstag begehen würde. Die Wörter stammen aus zwei Versen des Gedichts „Wind“, das dem Komponisten gewidmet war.

Die Struktur des Stücks ist räumlich, was beim Hören der Aufnahme allerdings weniger auffällt. Eine Stimme singt zu sich selbst und zu ihren Doppelgängern, die im Raum durch Lautsprecher repräsentiert werden. Für Feldman war dies 1982 teilweise eine Reminiszenz an seinen kürzlich verstorbenen Freund, den Maler Philip Guston. Es ist eine Trauermusik.

Interpreten:
Juliet Fraser (GB), Sopran
So 06 12 26 / 17:00