Das Kinok steht für eine in der Ostschweiz einzigartige Filmkultur. Mit grossem Engagement trägt es zu einer lebendigen Auseinandersetzung mit dem Medium Film bei und unterstreicht dessen Wichtigkeit für unsere visuelle Kultur.
Das Kinok fördert das Verständnis für den Film als Kunstform und präsentiert die Vielfalt des Filmschaffens. Es zeichnet sich durch eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen aus den Bereichen Kultur, Bildung und Gesellschaft aus. Neben den Filmvorführungen sind Reflexion, Vermittlung und Diskussion wesentliche Bestandteile der Programmarbeit. Begegnungen mit Filmschaffenden ermöglichen den direkten Austausch mit dem Publikum, Retrospektiven von Regisseuren und Schauspielern geben Einblick in deren Werke, Vorträge und musikalisch begleitete Vorführungen bereichern das Angebot. Das Kinok pflegt nicht nur das aktuelle Filmschaffen, sondern auch das filmhistorische Erbe und behält seine bewährte Mischung aus Filmpremieren und thematischen Reihen bei. In einem Sieben-Tage-Betrieb gelangen jährlich rund 200 Filme in circa 800 Vorstellungen zur Aufführung.
25 Jahre nach seiner Gründung bezieht das Kinok den neuen, vom Zürcher Architekturbüro Isa Stürm Urs Wolf SA konzipierten Saal in der Lokremise. Mit dem Gebäude ist das Kinok seit Jahren und durch eine Vielzahl von Projekten verbunden. Erste Programme entstanden von 2002 bis 2004 in Zusammenhang mit den Ausstellungen der Galerie Hauser & Wirth, die die Lokremise als Ort zeitgenössischer Kunst initiierte. In den grosszügigen Räumlichkeiten des Provisoriumsbetriebs, der dem Umbau der Lokremise vorausging, experimentierte das Kinok mit Doppel- und Dreifachprojektionen: Den Besuchern wurden Filmerlebnisse geboten, die über die Leinwand hinausgingen und die klassische Kinosituation sprengten. Den Innenhof hat das Kinok in mehreren Openairs als einen der reizvollsten und urbansten Plätze St.Gallen bespielt – mit Blick auf die vorbeifahrenden Züge und die grünen Hügel des Freudenbergs.
Mit dem Kinosaal in der Lokremise beginnt ein neues, spannendes Kapitel in der Geschichte des Programmkinos und der Ostschweizer Filmlandschaft.