DRS 1 Persönlich
Anita Richner begrüsst in der Lokremise die Marktfahrerin Heidi Kröni und den Unternehmer Erich Weber.

Anita Richner begrüsst in der Lokremise die Marktfahrerin Heidi Kröni und den Unternehmer Erich Weber.
Heidi Kröni und Erich Weber sind beide mit einem Familienunternehmen verbunden. Erich Weber leitet das gleichnamige Modehaus, das in der ganzen Ostschweiz Filialen besitzt. Den Grundstein dazu legte seine Grossmutter.
Heidi Kröni führt zusammen mit ihrem Mann eine Gärtnerei in Tübach. Ihre grosse Liebe gilt den Freilandrosen, sie hegt und pflegt aber auch über 100 Sorten Tulpen. Jeden Samstag fährt Heidi Kröni mit ihren frischen Blumen auf den Markt nach St. Gallen.
Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.
Acht Künstlerinnen aus der Sammlung Ursula Hauser
25.2.-12.8.2012

Menschenzellen oder menschliche Behältnisse – die Begriffe bezeichnen den eigenen Körper genauso wie den umgebenden Raum, die Intimität des privaten Zimmers, einer Wohnung oder eines Hauses. Gerade das Gefangensein im eigenen Körper wie in der Welt offenbart sich als existentielle Dimension im Schaffen zahlreicher Künstlerinnen der jüngeren Vergangenheit. War der Blick auf den weiblichen Körper in der Kunst seit jeher ein männlicher, war ihr eigener Lebensraum fremdbestimmt, so haben sich Künstlerinnen seit Mitte des 20. Jahrhunderts und verstärkt noch seit den 1970er Jahren von ihren männlichen Kollegen emanzipiert und dezidiert eigene Bildvorstellungen entworfen.
Um diesen Schlüsselmoment der Verselbständigung kreist die Ausstellung mit Werken von herausragenden Künstlerinnen aus der umfangreichen Kollektion der Ostschweizer Sammlerin Ursula Hauser. Im Zentrum stehen erstrangige Werkgruppen von Louise Bourgeois und Maria Lassnig, um die herum sich erlesene Werke von sechs weiteren Künstlerinnen aus der bedeutenden Sammlung gruppieren: Phyllida Barlow, Berlinde De Bruyckere, Rachel Khedoori, Carol Rama, Loredana Sperini und Alina Szapocznikow. Human Capsules vereint acht signifikante Positionen, die wie Carol Rama oder Alina Szapocznikow zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind oder wie Loredana Sperini noch zu entdecken sind. Gleichzeitig spiegelt die Präsentation in der Konzentration auf das Schaffen von Künstlerinnen eines von Ursula Hausers zentralen Sammlungsinteressen.
CH 2012, 93 min, Dialekt/d-f
Regie: Veronika Minder

Wie sieht die Rebellengeneration, die in den Sixties den Ausbruch und in den Seventies den Aufbruch wagte das Älterwerden und ihre Zukunft? Drei Frauen und vier Männer reflektieren ihre wilden Jahre und sprechen über ihre Zukunftspläne, Hoffnungen und Wünsche. Ein ehemaliges Hippiemädchen, ein Kommunist, eine Bundesangestellte, ein Physiker, ein Musiker und eine Tänzerin blicken zurück auf ihr Leben. Sie erzählen von ihren Hoffnungen, ihren Plänen. Interviews beleuchten neben biografischen Fakten auch philosophische Themen, wie die Frage nach dem Sinn des Lebens, die Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit des Daseins. Anhand von sechs persönlichen Porträts zeichnet Regisseurin Veronika Minder («Katzenball») das Bild ihrer eigenen Generation und schildert die gesellschaftspolitischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte.
Letzte Vorstellung
F/B 2011, 103 min, F/d
Regie: Anne Fontaine
mit Isabelle Huppert, Benoît Poelvoorde und André Dussollier

Die Pariser Galeristin Agathe und der Verleger François sind das, was man ein Power Couplenennt: erfolgreich, dynamisch, gut situiert und in interessanten Berufen tätig. Doch es ist nur noch Sohn Tony, der das Paar zusammen hält. Er ist es auch, der seine Eltern mit Patrick zusammenbringt, dem Vater seines Schulfreundes Adrien. Patrick ist Handwerker und ein ungehobelter Prolo, wie er im Buch steht: rüpelhaft, vulgär und ständig hinter Frauen her. Entsetzt muss Agathe eines Tages feststellen, dass ihr Mann ausgerechnet diesen groben Kerl mit Renovationsarbeiten im Haus betraut hat – und sie es ist, die sich fortan mit ihm herumzuschlagen hat. Regisseurin Anne Fontaine («Coco avant Chanel») beweist in dieser temporeichen Komödie, dass das Muster «Trampel mit grossem Herzen trifft feingeistige Bürgerperson» – derzeit in «Intouchables» so unglaublich erfolgreich – auch im Culture Clash zwischen Büezerwelt und snobistischer Kunstszene prächtig funktioniert. Und erst recht, wenn zwei schauspielerische Urgesteine wie Benoît Poelvoorde («Rien à déclarer») und Isabelle Huppert aufeinanderprallen.
ARG/CH/NL 2011, 99 min, Sp/d-f
Regie: Milagros Mumenthaler

Buenos Aires am Ende eines Sommers. Die drei Schwestern Marina, Sofia und Violeta leben zusammen im Haus ihrer Eltern, die Opfer der Militärdiktatur wurden. Zuvor hatten die Mädchen bei der Grossmutter gewohnt, doch diese ist kürzlich gestorben. Jede der jungen Frauen versucht auf ihre eigene Art, den Tod der geliebten Grossmutter zu verarbeiten: Während Marina, die Älteste, sich ihrem Studium widmet und gleichzeitig eine gewisse Häuslichkeit zu schaffen versucht, konzentriert sich Sofia, die Jüngste, hauptsächlich auf ihr Aussehen, derweil Violeta, die Mittlere, sich unentwegt zwischen ihrem Zimmer und der Wohnstube bewegt und ab und zu einen älteren Mann empfängt. Das Verhältnis der drei Schwestern ist von Spielen, Eifersüchteleien und einem Zustand der Unsicherheit geprägt – doch dann verschwindet Violeta eines Tages plötzlich. Die in Genf aufgewachsene, 1977 in Buenos Aires geborene Milagros Mumenthaler hat für ihr fein schwebendes, atmosphärisches Werk im letzten August am Filmfestival Locarno den Goldenen Leoparden erhalten.
CH/CDN/F 2010, 100 min, F/d
Regie: Laurent Nègre

Der marokkanische Küchenbursche Saadi arbeitet schwarz in einem Genfer Restaurant. Er gibt sich als Latino aus, da er um die Vorurteile gegenüber Arabern weiss. Doch das nützt ihm nichts, als er gefeuert wird, sich über die grüne Grenze nach Frankreich abzusetzen versucht und mitten im Wald Zeuge einer Entführung wird. Ehe er sich versieht, steht er einem Grossaufgebot der Polizei gegenüber, wird für ein Mitglied des Entführungskommandos gehalten, verhaftet und in eine Gefängniszelle geworfen. Als sich Saadi plötzlich in der Gesellschaft von zwei Top-Terroristen befindet, wird sein Leben richtig ungemütlich. In einer atemlosen Abfolge von Gags und politisch nicht immer korrekter Situationskomik bewegt sich dieser ungewöhnliche Schweizer Film des Genfers Laurent Nègre gekonnt irgendwo zwischen «Four Lions» und «Ernstfall in Havanna» und vermag dabei die Lachmuskeln gehörig zu strapazieren. «Das Land der Uhrmacher hat noch selten so wie hier diesen Rhythmus gehabt, der grosse Komödien kennzeichnet.» Le temps
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