Donnerstag, 19. April 2012


 

20:00
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Michael Kohlhaas

Schauspiel nach einer Novelle von Heinrich von Kleist

«Das Rechtgefühl aber machte ihn zum Räuber und Mörder.»

Der Pferdehändler aus Kohlhaasenbrück gilt als prinzipientreuer, ehrbarer Geschäftsmann und liebender Familienvater. Aber eines Tages bricht seine geordnete Welt in sich zusammen, als er zum Opfer eines reinen Willküraktes wird und niemand sich für die Wiederherstellung des an ihm begangenen Unrechts einsetzen will. Kohlhaas sieht sich vom Rechtstaat verstossen und hebt in Selbstjustiz zu einem erbitterten Rachefeldzug an. In blindwütigem Suchen nach ausgleichender Gerechtigkeit brandschatzt, mordet und überschattet der einst rechtschaffene Bürger das Land mit Terror und Gewalt.Heinrich von Kleist führt in «Michael Kohlhaas» vor Augen, wie Erschütterung durch erfahrenes Unrecht und Ohnmacht gegenüber einem untätigen Staat in vergeltungssüchtige Täterschaft treiben kann und wirft damit die Frage auf, ob Gerechtigkeit mit Gewalt durchgesetzt werden darf.

Schulen können sowohl die öffentlichen Abendvorstellungen besuchen als auch diejenigen um 10 bzw. 14 Uhr. Infos zu Terminen und Schulermässigungen. 

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Premiere


 

13:00 - 20:00
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Menschenzellen
Human Capsules

Acht Künstlerinnen aus der Sammlung Ursula Hauser
25.2.-12.8.2012

Menschenzellen oder menschliche Behältnisse – die Begriffe bezeichnen den eigenen Körper genauso wie den umgebenden Raum, die Intimität des privaten Zimmers, einer Wohnung oder eines Hauses. Gerade das Gefangensein im eigenen Körper wie in der Welt offenbart sich als existentielle Dimension im Schaffen zahlreicher Künstlerinnen der jüngeren Vergangenheit. War der Blick auf den weiblichen Körper in der Kunst seit jeher ein männlicher, war ihr eigener Lebensraum fremdbestimmt, so haben sich Künstlerinnen seit Mitte des 20. Jahrhunderts und verstärkt noch seit den 1970er Jahren von ihren männlichen Kollegen emanzipiert und dezidiert eigene Bildvorstellungen entworfen.


Um diesen Schlüsselmoment der Verselbständigung kreist die Ausstellung mit Werken von herausragenden Künstlerinnen aus der umfangreichen Kollektion der Ostschweizer Sammlerin Ursula Hauser. Im Zentrum stehen erstrangige Werkgruppen von Louise Bourgeois und Maria Lassnig, um die herum sich erlesene Werke von sechs weiteren Künstlerinnen aus der bedeutenden Sammlung gruppieren: Phyllida Barlow, Berlinde De Bruyckere, Rachel Khedoori, Carol Rama, Loredana Sperini und Alina Szapocznikow. Human Capsules vereint acht signifikante Positionen, die wie Carol Rama oder Alina Szapocznikow zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind oder wie Loredana Sperini noch zu entdecken sind. Gleichzeitig spiegelt die Präsentation in der Konzentration auf das Schaffen von Künstlerinnen eines von Ursula Hausers zentralen Sammlungsinteressen.



 

18:30
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Avé

BLG 2011, 86 min, O/d-f
Regie: Konstantin Bojanov

Am Rand der bulgarischen Hauptstadt Sofia macht der junge Kamen Autostopp. Er will nach Ruse, einer Kleinstadt im Norden des Landes. Noch bevor das erste Auto anhält, trifft Kamen auf die 17-jährige Avé, die sich seltsam benimmt und sich ihm förmlich aufdrängt. Während er an die Beerdigung eines Freundes will, erzählt Avé, sie wolle ihre Grossmutter besuchen. Es ist nur eine von zahlreichen Lügen, die die geheimnisvolle junge Frau Kamen und den häufig wechselnden Mitfahrgelegenheiten auftischt. Avé scheint sich einen Spass daraus zu machen, sich ständig neu zu erfinden und fortlaufend neue Identitäten anzunehmen. Doch im Laufe der Reise, die quer durch ein in Ungewissheit lebendes Land führt, kommen die beiden jungen Menschen der Wahrheit näher und scheinen langsam Gefallen aneinander zu finden. Der Erstlingsfilm des jungen bulgarischen Regisseurs Konstantin Bojanov wurde nach Cannes eingeladen; als federleicht schwebendes Road Movie ist es seit Jahren der erste Film aus dem weitgehend unbekannten europäischen Land.

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20:30
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Terence Davies:
The Neon Bible

GB 1995, 91 min, E/d-f
Regie: Terence Davies
Mit Gena Rowlands

David, ein Heranwachsender, erinnert sich während der Einsamkeit einer Zugfahrt an das Ende seiner Kindheit in einer kleinen Baptisten-Gemeinde im Süden der USA. Vor allem denkt er dabei an seine Tante Mae, die ihn als schon ältere Nachtclub-Sängerin stark beeindruckt hatte und in den Jahren der Wirtschaftskrise und des Zweiten Weltkrieges zu seiner Vertrauten geworden war, während die Ehe seiner Eltern in die Brüche ging und kurz darauf sein gewalttätiger Vater im Krieg fiel. In der Figur des Arbeitersohns David hat er erneut jenes filmische Alter Ego gefunden, das er zuvor bereits in seinen autobiografischen Filmen «Distant Voices, Still Lives» und «The Long Day Closes» in berührender Weise erschaffen hatte. «‹The Neon Bible› enthält wie Davies’ frühere Filme unglaublich schön gestaltete, poetische Momente. (…) Es gibt dabei Szenen, die wirken, als hätte die Kamera ein Bild von Edward Hopper oder Thomas Hart Benton zum Leben erweckt.» Edward Guthmann, San Francisco Chronicle

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10:00 - 23:00
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offen

11:30 - 14:00
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