Freitag, 27. Januar 2012

Konzert & Theater


 

20:00

codex

Tanzstück von Marco Santi

Die Choreografie von "Codex" basiert auf Prinzipien der Numerologie und der Fibonacci-Folge, womit eine unendliche Folge von Zahlen gemeint ist, bei der sich die jeweils folgende Zahl durch Addition der beiden vorherigen Zahlen ergibt. Die Aufführung findet sowohl in den Räumen des Museums, als auch im Kinok und im Theatersaal statt. Die Ästhetik der Spirale bildet nebst den numerologischen und mathematischen Referenzpunkten ein weiteres Element, auf dem das Tanzstück basiert.

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Kunst


 

13:00 - 20:00

TATSUO MIYAJIMA

Three Time Train | Counter Voice on the Wall
19. Januar - 5. Februar 2012

Zeit und Raum sind wiederkehrende Themen des berühmten japanischen Künstlers Tatsuo Miyajima. In unterschiedlichen Tempi zählen farbig leuchtenden LED-Anzeigen unablässig von 1 bis 9, um stets wieder von vorne zu beginnen. Die Technik hat der 1957 in Tokyo geborene und heute in Ibaraki lebende Tatsuo Miyajima seinem künstlerischen Oeuvre zugrunde legt. Die elektronische Erscheinung der LED-Ziffern ist Sinnbild für fortdauerndes Leben – und damit existentielle Chiffre. Die Null wird ausgelassen, ist sie dem Künstler doch gleichbedeutend mit Stillstand und Tod.

Three Time Train ist der Titel der raumgreifenden Installation mit monumentaler Modelleisenbahn. Miyajima hat eine dreispurige Modellbahnanlage (LGB Schmalspur) mit drei Zügen und elf Wagons konzipiert. Auf jedem einzelnen Wagon ist eine einzelne LED-Leuchte angebracht, die während der Fahrt die Zahlen von 1 bis 9 zyklisch durchnummeriert, um gleichsam das permanente Vergehen der Zeit zu visualisieren, während die Züge ihre Kreise ziehen.

Gleichzeitig wird der Raum mit einer subtilen Soundinstallation beschallt. Für Counter Voice on the Wall bezog der Künstler die St.Galler Bevölkerung in einem Workshop mit ein, indem er sie die Zahlen von 9 bis 1 durchnummerieren lässt und die unterschiedlichen Stimmen anschliessend in der Ausstellung abspielt. Damit wird Three Time Train durch eine auditive Ebene erweitert, der ewige Zeitverlauf umfassend erfahrbar gemacht. 

Ausgehend von Three Time Train entwickelt die Tanzkompagnie des Theaters St.Gallen unter Leitung von Marco Santi das Tanzstück Codex, das sich dem Thema «Zahl» widmet und in Miyajimas Installation sowie an anderen Orten der Lokremise zur Aufführung gelangt. Premiere ist der 19. Januar 2012. Weitere Aufführungsdaten entnehmen Sie bitte der Rubrik "Theater".

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Kino


 

18:00

Charlotte Rampling: Vers le sud

F/CDN 2005, 108 min, F/E/d-f
Regie: Laurent Cantet

mit Charlotte Rampling, Karen Young u.a.

Haiti in den späten Achtzigerjahren, Sonne, Meer und Sex. Für die drei Nordamerikanerinnen Ellen, Brenda und Sue verheisst der Urlaub ein abwechslungsreiches Intermezzo. Einsam und der Männer in ihrer Heimat überdrüssig, können sie auf Haiti für ein paar Wochen ihre sexuellen Sehnsüchte ohne Scham ausleben. Und zwar durch die Dienste einiger gut aussehender einheimischer junger Männer, die den Frauen für ein paar Dollar wieder das Gefühl geben, schön und begehrenswert zu sein. Doch die Harmonie im Garten Eden beginnt zu bröckeln, als sich zwei Frauen in denselben Mann verlieben. Die zwei Touristinnen Helen und Brenda geraten in Schwierigkeiten, als ihr Flirt mit einem der Männer zu einer leidenschaftlichen, aber aussichtslosen Liebesgeschichte wird. «Vers le sud» ist ein feinfühliger Film über den Sextourismus von Frauen – mit geschliffenen Dialogen und einer beeindruckenden Charlotte Rampling. «Ein kleines Meisterwerk nüchterner Beobachtung.» artechock.de

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Letzte Vorstellung

20:30

Fenster zum Sommer

D/FIN 2011, 96 min, D
Regie: Hendrik Handloegten

mit Nina Hoss, Lars Eidinger, Fritzi Haberlandt u.a.

Mitten im Sommer: Juliane befindet sich mit ihrer neuen Liebe August auf dem Weg von Berlin in ihre alte Heimat Finnland. Am Abend schläft sie an der Schulter ihres Geliebten ein – morgens wacht sie jedoch im winterlichen Berlin auf. Verwirrt bemerkt Juliane, dass sie ein halbes Jahr in der Zeit zurückgereist ist – in eine Phase, in der sie noch mit ihrem Ex-Freund Philipp zusammen ist. August hat sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht getroffen, er weiss nicht einmal um ihre Existenz, und auch ihre im Mai tödlich verunglückte Freundin Emily lebt noch. Um August erneut zu treffen, will Juliane alles genauso machen wie zuvor – und gleichzeitig den Unfalltod von Emily verhindern … Ohne viel Erklärung zur Zeitverschiebung begleitet der raffiniert konstruierte, elegante Film Juliane bei dem Versuch, in ihr neues Leben zurückzufinden. Das winterliche Berlin erscheint als Reflexion des inneren Zustands der Hauptfigur, die sechs Monate neben sich stehend auf das Treffen mit August wartet, während das sommerliche Finnland zum Ort ihrer Sehnsucht aufsteigt. Mit grosser Präsenz spielt Nina Hoss die Juliane, die wie die Hauptfigur in Christians Petzolds «Yella» aus der Welt fällt.

 

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22:15

Charlotte Rampling: Il portiere di notte

I 1974, 118 min, E/d-f
Regie: Liliana Cavani

mit Charlotte Rampling, Dirk Bogarde u.a.

«Ende der Fünfzigerjahre arbeitet der ehemalige SS-Offizier Maximilian Theo Aldorfer in einem eleganten Wiener Hotel als Nachtportier. (…) Viele der Gäste sind ehemalige Kriegsverbrecher, die in dem Hotel geheime Treffen abhalten, um sich auf bevorstehende Prozesse vorzubereiten. Auch Maximilian bereitet sich auf seinen Prozess vor, als die junge Lucia in dem Hotel eintrifft. Sie war als junges Mädchen in einem Konzentrationslager inhaftiert und ist die einzige Überlebende, die gegen Maximilian aussagen kann. Der hatte sie im Lager wiederholt sexuell missbraucht und kann sich auch jetzt dem Sog der quälerischen Beziehung nicht entziehen. Als Liliana Cavanis provozierendes Drama in den frühen Siebzigerjahren in die Kinos kam, war das Publikum geschockt, der Skandal gross. Die Geschichte einer sadomasochistischen Liebe zwischen einem Nazi und einem KZ-Opfer landete aufgrund seiner expliziten Szenen in vielen Ländern auf dem Index und blieb lange Zeit verboten. Noch heute erstaunt Cavanis psychologische Studie durch das brillante und kühle Spiel des Hauptdarsteller-Duos, das schliesslich an seinem Verlangen wie an einer Drogensucht zerbricht.» Prisma.de

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Letzte Vorstellung

Restaurant


 

10:00 - 00:00

offen

 
11:30 - 14:00

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