Sonntag, 20. April 2014


 

Keine Vorstellung


 

11:00 - 18:00
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David Maljkovic

David Maljkovic studierte in Zagreb, Paris und an der Rijksakademie in Amsterdam. In den vergangenen Jahren wurde sein Schaffen in den bedeutendsten Institutionen weltweit gezeigt, u.a. in der Reina Sofia in Madrid, im P.S. 1 in New York, in der Whitechapel Gallery in London sowie an den Biennalen in Berlin 2008, Istanbul 2009 und São Paulo 2010. Das Kunstmuseum St.Gallen zeigt ab Mitte Februar 2014 in der Lokremise u.a. neueste Werke des Künstlers.

Kuratoren: Konrad Bitterli, Nadia Veronese

Weitere Informationen unter:
www.kunstmuseumsg.ch

11:00 - 18:00
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Christoph Büchel

The House of Friction (Pumpwerk Heimat)

Im Rahmen der Ausstellung Home! Sweet Home! zeigte das Kunstmuseum 2013 im Wasserturm der Lokremise die Arbeit House of Friction des St.Galler Künstlers Christoph Büchel. Passend zum Thema «Vom (un)heimeligen Zuhause in der Kunst» sind Büchels Installationen für den Besucher nicht selten physisch und psychologisch herausfordernd. Enge, klaustrophobisch wirkende Räume oder stark heruntergekühlte Umgebungen konterkarieren unsere Vorstellung von Geborgenheit, Schutz und Sicherheit, die wir gern mit den eigenen vier Wänden verbinden. Mit der jüngst eröffneten Ausstellung David Maljkovic in der Lokremise ist die Installation von Christoph Büchel nach einer kurzen Winterpause nun wieder jeden Sonntag für Besucher geröffnet.

Kurator: Roland Wäspe

Die Installation im Wasserturm der Lokremise ist jeweils am Sonntag von 11.00 - 18.00 Uhr geöffnet.

Zur Begehung der Installation wird geschlossenes Schuhwerk und robuste Kleidung dringend empfohlen.


 

11:30
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Ida

POL/DK 2013, 80 min, O/d-f
Regie: Pawel Pawliskowki

Polen 1962: Anna ist eine Novizin, die in einem Kloster von Nonnen erzogen wurde. Bevor sie ihr Gelübde ablegen kann, gibt ihr die Oberschwester des Klosters den Auftrag, ihre Tante Wanda zu besuchen, Annas einzige noch lebende Verwandte. Wanda, die Schwester ihrer Mutter, ist eine mondäne, kommunistische Richterin. Sie offenbart ihrer Nichte ein Geheimnis: Eigentlich ist Anna Jüdin und ihr wahrer Name Ida. Von der Nachricht erschüttert, beginnt Anna, ihr bisheriges Leben, ihre Ideale und ihren Glauben zu hinterfragen. Still, intensiv und in eindrücklichen Bildern, die eine meditative Kraft entfalten, erzählt Pawel Pawlikowski («My Summer of Love») von zwei Frauen auf der Suche nach ihrer Identität. In «Ida» beschäftigt sich der Regisseur mit seiner Herkunft. Er drehte zum ersten Mal in Polen und setzt sich mit brisanten Themen der polnischen Geschichte auseinander: Antisemitismus, Katholizismus und Kommunismus – und mit dem Schweigen, das sie umgibt. Der Film wurde an verschiedenen Filmfestivals mit diversen Preisen ausgezeichnet. «Eine echte Filmperle von selten konzentrierter Kraft ist dem britischen Regisseur Pawel Pawlikowski gelungen, der sich zurück zu seinen polnischen Wurzeln begibt und ein sensibles Drama über die Unmöglichkeit des Vergessens gedreht hat. In poetischen Schwarz-Weiss-Bildern, gerahmt im Retro-Format 4:3, erreicht er die visuelle Eindringlichkeit alter Fotografien samt ihrer in die Vergangenheit weisenden Sogwirkung. In Frankreich konnte ‹Ida› bereits am ersten Wochenende einen Besucherrekord feiern.» Silvia Bahl, programmkino.de

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13:30
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Pelo malo

VEN/PER/ARG/D 2013, 93 min, Sp/d-f
Regie: Mariana Rondón

Der neunjährige Junior lebt zusammen mit seinem wenige Monate alten Bruder bei seiner Mutter Marta in einer Plattenbausiedlung in Caracas. Während Marta, die soeben ihren Job als Personenschützerin verloren hat, weiss ist, hat Junior, dessen verstorbener Vater schwarz war, dunkle Haut und krause Haare. Dass dieses «schlechte Haar» (pelo malo) von Nachteil ist, hat der Junge, der einem von ihm verehrten Sänger nacheifert, längst kapiert. Die Codes eines alltäglichen Rassismus der ihn umgebenden Gesellschaft hat er seit geraumer Zeit verinnerlicht. So beginnt er mit allen möglichen und unmöglichen Mitteln, sein Haar zu glätten, findet in diesen Bemühungen Unterstützung bei seiner Grossmutter, die ihn ab und zu hütet, derweil Marta ihn immer unverhohlener ablehnt. Denn je obsessiver Junior sich mit seinen Haaren beschäftigt, umso mehr scheint dies der Mutter ein Beweis für die beginnende Homosexualität des Sohnes – und diese «Schande» muss sie verhindern, um jeden Preis. Der dritte Langspielfilm der Venezolanerin Mariana Rondón (*1966) ist ein Schrei gegen Fanatismus und für Toleranz, gedreht in einem Land, das auf der Kinolandkarte fast ein weisser Fleck ist – und das heute, mehr noch als zur Drehzeit des Filmes Anfang 2013, als die «Bolivarianische Republik» mit dem herannahenden Tod ihres Begründers Hugo Chávez ihre Agonie erlebte, im Brennpunkt des Interesses liegt. Am letztjährigen Filmfestival San Sebastián gewann «Pelo malo» die Concha de Oro; es war das erste Mal in der Kinogeschichte, dass ein Film aus Venezuela den Hauptpreis eines A-Festivals erhielt. «Die ganze Tristesse des Alltagslebens in der Bolivarianischen Republik Venezuela fliesst beiläufig, unspektakulär und ohne darüber auch nur ein Wort zu verlieren in diesen grossen, ‹kleinen› Film ein, der aber in erster Linie von einer Frau handelt, die ihre Macht auszuspielen versucht in einer ungemein intoleranten und machistischen Gesellschaft.» Geri Krebs, NZZ

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15:30
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Tableau noir

CH/D 2013, 98 min, F/d
Regie: Yves Yersin

In den Höhen des Neuenburger Jura, an den Grenzen des Val de Ruz, befindet sich die interkommunale Schule des Weilers Derrière-Pertuis. 2005 war der damals 63-jährige Yves Yersin – seit seinem Grosserfolg «Les petites fugues» (1979) hat er keinen langen Kinofilm mehr realisiert – auf diese aussergewöhnliche Schule mit ihrem engagierten, älteren Lehrer Gilbert Hirschi gestossen. In der Folge drehte Yersin 13 Monate lang mit zwei Kameras vor Ort. Der Rücktritt des Lehrers hatte zunächst zwar im Raum gestanden; nicht wissen konnte der Filmemacher aber damals, dass die Schule nach einer Abstimmung im Tal geschlossen würde. Sie wurde daraufhin eine Zeit lang «wild» weitergeführt. Yersin drehte auch dies. So holte die Realität die Filmarbeit ein und drohte sie vom Kurs abzubringen. 2007 wurde die Schule geschlossen, und Yves Yersin stand da mit 1200 Stunden gefilmtem Material. Doch er gab nicht auf und schuf schliesslich in jahrelanger Montagearbeit etwas wie eine schweizerische Antwort auf Nicolas Philiberts legendären Film «Être et avoir». Bei seiner Premiere 2013 im Wettbewerb des Filmfestivals von Locarno rührte «Tableau noir» das Publikum zu Tränen. Der Film traf offensichtlich einen Nerv von Menschen, die verstanden, wie hier ein Lehrer nicht nur Wissen, sondern auch Werte vermittelt, die in einer Ellbogengesellschaft kaum gefragt sind: Solidarität, Sinn für die praktischen Dinge des Lebens und die Kraft der Natur, und die Erkenntnis, dass der Mensch ein soziales Wesen ist. «Das Prinzip des Films (…) ist eine poetisch akzentuierte Spiralbewegung zum Fühlen und Begreifen hinein in den überwältigenden, amorphen Stoff, aus dem die Wirklichkeit ist und von dessen Aneignung eine Ahnung vermittelt werden soll. Nein, dieser Lehrer führte kein Lernstudio, sondern ein Lebensstudio. Wie wir dazu angesichts der Anforderungen der heutigen Zeit stehen, steht als Frage im Raum, aber die Tränen der Kinder beim Abschied holen uns ein nach zwei Stunden.» Martin Walder, NZZ

17:30
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Tokyo Family

JAP 2013, 146 min, O/d-f
Regie: Yôji Yamada

Ein Regisseur verneigt sich vor seinem Lehrer und Vorbild: Yoji Yamada war 22, als er 1953 bei Yasujiro Ozu (1903–1963) in «Tokyo Monogatari» (Die Reise nach Tokio) assistierte. 60 Jahre später hat sich nun Yamada erneut dieser Familiengeschichte, einem Meisterwerk des Weltkinos, angenommen. Mit nur wenigen Abweichungen holt Yamada, selber längst ein Grosser des japanischen Kinos, in seinem Remake die Geschichte des Ehepaares Hirayama ins Japan von heute – für dessen Gesellschaft die Katastrophe vom März 2011 in Fukushima ein ähnliches Trauma darstellt wie sechs Jahrzehnte zuvor der damals erst wenige Jahre zurückliegende Zweite Weltkrieg. Noch einmal verlässt das alte Paar das beschauliche Leben in der Provinz, um Kinder und Enkel in Tokio zu besuchen. Doch die beiden müssen erleben, dass weder der älteste Sohn, ein Arzt, noch die älteste Tochter, die einen Schönheitssalon betreibt, Zeit für sie haben. Auch der jüngste Sohn geht seine eigenen Wege. In der Hektik der Grossstadt wirkt das alte Paar vom Land einsam und verloren. Yamada übernimmt Ozus ruhigen Blick auf die Familiensituation, in der sich auch 60 Jahre später die Generationen nicht nähergekommen sind – ganz im Gegenteil, denn die Jüngeren müssen sich in einer noch viel unübersichtlicheren Welt behaupten als 1953, und die Alten verstehen diese Welt nicht mehr. «Im Gegensatz zu Ozu (…) geht Yamada versöhnlich um mit seinen Figuren, die sich bemühen, in einem Land des wirtschaftlichen Stillstands zu überleben. Das ist betont schlicht inszeniert, nur kurz erscheint von Zeit zu Zeit als Verneigung vor dem Meister eine von dessen Einstellungen zitiert. (…) Zutiefst ergreifend aber ist zuletzt nicht das unvermittelte, rasche Sterben der Mutter, sondern die Meisterschaft, mit der der achtzigjährige Regisseur zuvor die letzten bewussten Momente dieses Lebens als Erfüllung und Vollendung zu gestalten versteht.» Christoph Egger, NZZ

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20:30
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Sandrine Bonnaire: Joueuse

F/D 2009, 97 min, F/d
Regie: Caroline Bottaro
Mit Sandrine Bonnaire u.a.

In einem Dorf auf Korsika besteht das Leben der stillen Hélène aus einer Reihe gleichförmiger Tage. Alles ändert sich, als sie beim Putzen ein Paar beobachtet, das auf einer Hotelterrasse Schach spielt. Hélène fühlt sich von diesem Spiel angezogen, hinter dem sich für sie eine aufregende Welt verbirgt. Sie beschäftigt sich heimlich damit und findet in dem kauzigen Dr. Kröger, dessen Haushalt sie in Ordnung hält, einen Mentor und Freund. Mit ihrer Leidenschaft für das Spiel riskiert sie bald ihre Ehe und ihren guten Ruf. Ihr ganzes bisheriges Leben gerät aus den Fugen … «Einfach frappierend, mit welcher Bestimmtheit eine filigrane und fragile Sandrine Bonnaire die Kluft zwischen Arbeiterschicht und Bourgeoisie demonstriert. Zielgenaue Dialoge umreissen dabei soziale Realität und zeichnen ein Bild französischer Wirklichkeit in der Provinz. Allein die Szenen, in denen sich ein anfänglich snobistischer Kevin Kline und eine anfänglich unsichere Sandrine Bonnaire Zug um Zug im Spiel und Gefühl bis zum Schachmatt messen, lohnen den Kinobesuch. Francis Renaud als einfacher Arbeiter, der seine Frau liebt, aber nicht versteht, komplettiert die optimale Besetzung dieses romantisch-melancholischen, in mildes und mediterranes Licht getauchten Films. Zum Träumen schön.» Margrit Koehler, br-online.de

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Letzte Vorstellung


 

10:00 - 22:00
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auch für Langschläfer

14:00 - 17:00
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Nachmittags

Kaffee & Kuchen

Unkompliziert mit Kaffeespezialitäten, Kuchen und hausgemachter Glace

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Abend

ausgewogen

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