Samstag, 18. Mai 2013


 

20:00
×

Das Käthchen von Heilbronn

Schauspiel von Heinrich von Kleist

«Mein hoher Herr, hier lieg ich dir zu Füssen, gewärtig dessen was du mir verhängst.»

Schwaben im Mittelalter: Seit der ersten Begegnung mit Graf Wetter von Strahl ist das junge Käthchen buchstäblich hinter dem Ritter her. «Einem Hunde gleich» folgt sie ihm überall hin. Ihr Vater klagt daraufhin den Grafen an, sein Mädchen auf magische Weise an sich zu binden. Doch das Femegericht spricht den Grafen frei. Käthchen folgt dem Grafen in «gänzlicher Hingebung» aus eigenen Stücken. Käthchens bedingungslose Unerschütterlichkeit im Beharren auf ihr Gefühl wird sich am Ende einlösen. Wenn auch nicht ganz so, wie sie es sich vorgestellt hat.

Das Käthchen von Heilbronn aus dem Jahre 1810 ist eines der rätselhaftesten Stücke des grossen Dramatikers Heinrich von Kleist. Reales steht hier neben Phantastischem, verlässliche Ordnungen geraten ins Wanken und die Mischung aus Ritterdrama, Schauerroman und Legende findet auf wundersame Weise ihren Ausgang in einer märchenhaften Liebesgeschichte mit gebrochenem Happy End.

Weitere Informationen


 

13:00 - 20:00
×

Anthony McCall
Two Double Works

Anthony McCall, You and I, Horizontal (III), 2007, Ausstellungsansicht, Lokremise, Foto: Stefan Rohner

Die Ausstellung Two Double Works in der Lokremise St. Gallen ist Anthony McCalls erste Einzelpräsentation überhaupt in einem Schweizer Museum. Im Zentrum stehen die Doppelprojektionen, in denen sich zwei lineare Lichtzeichnungen in unterschiedlichen Konstellationen zueinander bewegen. Gleichzeitig entstehen durch die Lichtprojektion komplexe räumliche Formen.

Eine Ausstellung des Kunstmuseums St.Gallen in der Kunstzone der Lokremise. Weitere Informationen unter www.kunstmuseumsg.ch


 

15:00
×

Appassionata

CH/UKR 2012, 83 min, O/d-f
Regie: Christian Labhart

Die Pianistin Alena Cherny lebt seit 15 Jahren als Konzertpianistin und Klavierlehrerin in der Schweiz. Heute ist sie als Künstlerin etabliert und will sich einen Herzenswunsch erfüllen: Sie möchte der Musikschule ihres ukrainischen Heimatdorfes einen Flügel schenken – aus Dankbarkeit, dass sie dort als Kind ihre ersten Töne spielen durfte. Die Reise mit ihrem Instrument wird zur berührenden Spurensuche an den Orten ihrer Kindheit und Jugend. Alena Cherny kam 1967 im ukrainischen Romny zur Welt; sie war 19, als in Tschernobyl ein Reaktor explodierte, und 21, als ihre Tochter zur Welt kam. Darauf wurde bei Alena Cherny Leukämie diagnostiziert, vielleicht wegen Tschernobyl. Wenn sie spricht, aber auch wenn sie spielt, ist alles da, was sie geprägt hat, die Kontraste und Katastrophen, die sie erlebte, und die stets neuen Anläufe und Abschiede, die sie nehmen musste. «Appassionata» ist ein Film über die Emigration einer starken Frau; voller Trauer, Wut, Enthusiasmus und Liebe. Am Zurich Film Festival 2012 gewann der zu Herzen gehende Dokumentarfilm den Publikumspreis.

Weitere Informationen

17:00
×

Argerich

CH 2012, 95 min, O/d-f
Regie: Stéphanie Argerich
Mit Martha Argerich, Stephen Kovacevich u.a.

Martha Argerich Argerich gehört zu den bedeutendsten klassischen Pianistinnen; Stephen Kovacevich, ebenfalls Pianist, gilt international als wohl bester Beethoven-Interpret. Diese Ausnahmekünstler als Eltern zu haben, ist nicht ganz einfach. Stéphanie Argerichs Situation verkompliziert sich noch dadurch, dass die Verbindung ihrer Eltern nicht von langer Dauer war. Während Martha Argerich zwei weitere Töchter aus zwei anderen Beziehungen hat, ist Stephen Kovacevich Vater von drei Söhnen von zwei Frauen. Diese vertrackten Familienverhältnisse dokumentiert Stéphanie Argerich mit umwerfendem Humor und spielerischer Leichtigkeit, was angesichts der Dramatik verblüfft, die in manchen ihrer Kindheitserinnerungen steckt. «Bloody Daughter» nennt sich die Regisseurin im Untertitel von «Argerich» ironisch – und diese Eigenschaft steht in spannendem Kontrast zur Zärtlichkeit, mit der Stéphanie Argerich ihre Eltern in diesem von überwältigend schönen Klavierklängen getragenen Dokumentarfilm zeichnet.

Weitere Informationen

19:00
×

Paradies: Glaube

A/D/F 2012, 113 min, D
Regie: Ulrich Seidl

Im zweiten Teil von Ulrich Seidls «Paradies»-Trilogie – den ersten Teil, «Paradies: Liebe», zeigten wir vor Monatsfrist im Kinok – steht Maria Hofstätter als Missionarin Teresa im Zentrum. Mit geradezu beängstigender Präsenz spielt sie die bizarre Figur der fanatisch frommen Teresa. Beruflich als Röntgenassistentin tätig, verbringt Teresa ihre Freizeit und Ferien damit, mit einer Muttergottesstatue bewaffnet, in Wien von Haustür zu Haustür zu pilgern, um Ungläubige und Sünder zu bekehren – wenn sie nicht gerade damit beschäftigt ist, zu Hause zu beten oder sich lustvoll zu peitschen. Als eines Tages ihr Ex-Mann bei ihr auftaucht, ein seit einem Unfall gelähmter ägyptischer Muslim, nimmt Teresas Leben eine dramatische Wende. An Filmfestival von Venedig erhielt «Paradies: Glaube» den Spezialpreis der Jury. «Die einen werden Ulrich Seidls ‹Paradies: Glaube› blasphemisch finden, die anderen genial. Die Kontroversen, die der Film hervorrufen könnte, sind, folgt man US-Regisseur John Waters, gottgewollt: Fassbinder ist tot, also gab uns Gott Ulrich Seidl.» Der Spiegel

Weitere Informationen

21:30
×

A perdre la raison

B/LUX/F/CH 2012, 111 min, F/d
Regie: Joachim Fosse

Die Geschichte, die der Belgier Joachim Lafosse aufrollt, die einer grossen Liebe zwischen der Lehrerin Murielle und dem aus Marokko stammenden Mounir, aufgewachsen in Belgien bei seinem Pflegevater, dem reichen Arzt André, zieht einen rasch geradezu magisch in ihren Bann. Dunkle Schatten legen sich langsam über die harmonisch strahlende Beziehung – einerseits die immer seltsamer erscheinende Fürsorglichkeit des alten Arztes, in dessen Haus das junge Paar wohnt, andererseits die sich steigernden Gewaltausbrüche Mounirs. Die Katastrophe kündigt sich an, doch sie kommt nicht – und als sie doch da ist, merkt man erst, wie vielen falschen Fährten man gefolgt ist in diesem meisterlichen, sich wie eine altgriechische Tragödie entwickelnden Drama. Dabei sind auch die schauspielerischen Leistungen hervorzuheben, allen voran jene von Émilie Dequenne als Murielle, die 2012 in Cannes in der Sektion «Un certain regard» den Preis als Beste Darstellerin.

 

Weitere Informationen


 

10:00 - 00:00
×

offen

11:30 - 14:00
×

Mittagsfahrplan

mittags

Geniessen Sie mittags unsere unkomplizierte Gastfreundschaft.

Täglich wechselndes à la Carte Angebot. Wöchentlich wechselndes Expressbuffet.

Zum Tagesmenü

14:00 - 17:00
×

Nachmittags

Kaffee & Kuchen

Unkompliziert mit Kaffeespezialitäten, Kuchen und hausgemachter Glace

17:30
×

Abend

ausgewogen

Suppentopf, Salatschüssel & Kasserole. Entdecken Sie unsere Abendkarte.

Zur Abendkarte

1000 Tage Lokremise am 8.6.