Donnerstag, 24. April 2014


 

Keine Vorstellung


 

13:00 - 20:00
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David Maljkovic

David Maljkovic studierte in Zagreb, Paris und an der Rijksakademie in Amsterdam. In den vergangenen Jahren wurde sein Schaffen in den bedeutendsten Institutionen weltweit gezeigt, u.a. in der Reina Sofia in Madrid, im P.S. 1 in New York, in der Whitechapel Gallery in London sowie an den Biennalen in Berlin 2008, Istanbul 2009 und São Paulo 2010. Das Kunstmuseum St.Gallen zeigt ab Mitte Februar 2014 in der Lokremise u.a. neueste Werke des Künstlers.

Kuratoren: Konrad Bitterli, Nadia Veronese

Weitere Informationen unter:
www.kunstmuseumsg.ch


 

17:00
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Alphabet

A 2013, 113 min, O/d-f
Regie: Erwin Wagenhofer

Am Anfang steht ein Zitat des britischen Erziehungswissenschaftlers Sir Ken Robinson: «Wir Menschen haben eine aussergewöhnliche Kraft, die Kraft der Imagination.» Danach begleitet der Regisseur den deutschen Bildungsforscher Andreas Schleicher, der als internationaler Koordinator der PISA-Studien ein wichtiger Repräsentant des herrschenden Bildungssystems ist, nach China. Das Land steht seit Jahren an der Spitze der PISA-Ergebnisse – für den Preis eines gnadenlosen Drills und einer der höchsten Selbstmordraten bei Kindern und Jugendlichen weltweit. Die Frage, warum hochgebildete Führungskräfte die Welt immer wieder in Abgründe schlittern lassen wie in der Finanzkrise von 2008, war einer der Auslöser für Wagenhofers Film. Der erfolgreiche österreichische Dokumentarfilmer, der sich mit Filmen zur industriellen Nahrungsmittelproduktion – «We Feed the World» – und zum globalen Finanzsystem – «Let’s Make Money» – international einen Namen machte als Kritiker eines zerstörerischen Wachstumswahns, bleibt sich auch in «Alphabet» treu, er plädiert für radikales Umdenken in der Bildungspolitik. «Das Thema beschäftigt mich, seit ich 17 war. Damals kamen die Grünen auf, die die Umweltverschmutzung anprangerten: verdreckte Flüsse, Waldsterben usw. (…) Ich dachte schon damals, das wirkliche Problem sei nicht die physische, sondern die geistige Verschmutzung. (…) Deshalb ist ‹Alphabet› nicht so sehr ein Film über Bildung, sondern über die Haltung dahinter. Denn niemand wird mir unterstellen können, ich wolle keine Bildung: Kulturtechniken wie Lesen und Schreiben sind ja was Tolles und Befreiendes. Nur ist die Hauptfrage bei jedem Film das Timing (…). Ein Film, der zu früh kommt oder zu spät, geht unter. Selbst ein Film wie Hanekes ‹Amour› hätte vor zehn Jahren niemanden interessiert. Aber er ist zu einem Zeitpunkt gekommen, als Alter und Tod in der Gesellschaft (…) zum Thema wurden. So ähnlich haben wir es auch gemacht.» Erwin Wagenhofer

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19:15
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Der Goalie bin ig

CH 2014, 88 min, Dialekt, nach dem Roman von Pedro Lenz
Regie: Sabine Boss

Langenthal – im Film «Schummertal» genannt – um 1980. Der Drögeler und Hänger Ernst, von allen nur «Goalie» genannt, übernimmt für seinen Kumpel Ueli einen Drogentransport, wird geschnappt und landet im Knast. Als er wieder herauskommt, ist – fast – alles noch wie früher. Das Leben in Schummertal geht seinen gemächlichen Gang weiter, Goalies Kumpane sind auch alle noch da, man trifft sich in der Dorfbeiz, und da gibt es die Serviertochter Regula. Sie hat es dem Goalie angetan, auch wenn sie bereits mit einem gewalttätigen Idioten (O-Ton Goalie) liiert ist. Doch einer wie Goalie lässt nicht locker, steht auch nach K.-o.-Schlägen immer wieder auf. Sabine Boss hat den 2010 erschienenen, mehrfach ausgezeichneten Dialektroman von Pedro Lenz über einen sympathischen Losertyp mit viel 1980er-Jahre-Flair und einer hervorragenden Crew verfilmt – allen voran der Berner Marcus Signer, der vor zwei Jahren bereits in «Mary & Johnny» als Ich-Erzähler und Schläger brillierte. Hier verkörpert er die verkrachte Existenz des «Goalie» mit stupender Präsenz, auch Pascal Ulli als sein Freund Ueli steht ihm in nichts nach. «Ein unterhaltsamer Film, der ohne ‹Actionschischi› auskommt.» cineman.ch

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21:00
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The Reunion

SVE 2013, 88 min, O/d-f
Regie: Anna Odell

Die Klassenzusammenkunft einer Stockholmer Mittelschulklasse ist Ausgangspunkt für das Langfilmdebüt von Anna Odell. Die 1978 geborene Künstlerin spielt sich selbst in diesem verstörenden Hybrid aus Dokumentation und Spielfilm. Anna Odell geht an die Klassenzusammenkunft, bei der in heiterer, alkoholseliger Stimmung in den Tischreden der wundervollen alten Zeiten gedacht wird. Als schliesslich auch Anna das Wort ergreift, schlägt die Stimmung um – ähnlich wie in «Festen» von Thomas Vinterberg. Odell konfrontiert ihre ehemaligen Mitschüler mit unbequemen Wahrheiten, schildert, wie sie damals systematisch gemobbt wurde und gibt auch dann keine Ruhe, als man sie mit dem Argument: «Wir waren halt Kinder» zum Schweigen bringen will – der festliche Abend endet im Chaos. Nach diesem ersten, mit «Das Treffen» betitelten Teil führt Anna Odell Ausschnitte dieses Filmes in einem zweiten, mit «Die Treffen» bezeichneten Teil einzelnen realen Mitschülern vor und filmt deren Reaktionen. Anna Odell ist in ihrer Heimat Schweden vor allem durch ihr umstrittenes Kunstprojekt «Unknown Woman 340701» (2009) bekannt, bei dem sie einen Selbstmordversuch vortäuschte und in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wurde. All dies liess sie heimlich filmen – und klärte das Klinikpersonal am nächsten Tag darüber auf, dass sie diese Kunst-Inszenierung realisiert habe, um eine Diskussion über die schlechte Behandlung von Patienten im schwedischen Gesundheitssystem anzustossen. Das Kunstprojekt hatte einen realen Hintergrund, handelte es sich doch um die Rekonstruktion von Erlebnissen, die Odell als Fünfzehnjährige gemacht hatte. Nachdem «The Reunion» bei der Premiere 2013 am Filmfestival von Venedig bereits den Fipresci-Preis erhalten hatte, wurde der Film im vergangenen Januar von der Schwedischen Filmakademie mit dem «Goldenen Käfer» ausgezeichnet, dem Preis für den besten einheimischen Film des Jahres.

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